Die erste der neuen Kitas ist fertig

Stadtentwicklung in Remscheid : Die erste der neuen Kitas ist fertig

Volksbank-Architekt Andreas Bona hat die Schlüssel für die Kita „Sterntaler“ in Klausen pünktlich an die Initiative Jugendhilfe übergeben. Zum 1. September startet der Betrieb. Noch werden allerdings Erzieher gesucht.

Zehn Monate vom ersten Spatenstich bis zur Übergabe an den Träger – in rekordverdächtig kurzer Zeit hat die Volksbank im Bergischen Land die Kita „Sterntaler“ an der Fritz-Ruhrmann-Straße in Klausen fertiggestellt, die mittlerweile zweite Volksbank-Kita in Remscheid. Anfang August übergab Architekt Andreas Bona die Schlüssel an die mit der Caritas verbundene Initiative Jugendhilfe e.V. Remscheid, die gleich nebenan bereits seit vielen Jahren die Kita Klauser Delle betreibt. So bleibt noch ausreichend Zeit, die Kita einzurichten, bevor am 1. September offiziell der Betrieb startet.

Sandra Engelberg von der Caritas freut sich über die moderne Einrichtung in Waldnähe, bei deren Planung der Träger von Beginn an mitsprechen konnte. Die Kooperation mit der Volksbank habe sehr gut funktioniert. 80 Plätze in vier Gruppen bietet die Kita. Wie viele Kinder im September tatsächlich ins erste Kindergartenjahr starten, vermag Engelberg indes noch nicht zu sagen. Die Suche nach Erziehern gestalte sich aktuell etwas schwierig.

Von einer „Win-Win-Win-Situation“ spricht Volksbank-Vorstand Lutz Uwe Magney. Stadt, Träger und auch die Bank selber seien Gewinner dieser Konstellation. Schließlich sei der Bau der Kita auch ein Geschäft für die Bank, die das Gebäude an die Stadt vermietet. Magney freut sich auf den Termin Ende September, wenn die neue Kita gemeinsam mit dem OB offiziell eingeweiht wird. Dann soll auch das Außengelände fertig gestellt sein.

Das freut auch den städtischen Kita-Koordinator Werner Grimm, der sich – frisch aus dem Urlaub zurückgekehrt – schnell Überblick über den Stand der Dinge bei den anderen. Kita-Bauprojekten verschafft hat. Die Kita „Sterntaler“ ist demnach die erste komplett neue Einrichtung, die unter seiner Koordination an der Start gehen wird.

Die anderen Neubauprojekte sind noch nicht ganz soweit. In der Arturstraße am Hasten, wo mit 110 neuen Plätzen Remscheids größte Kita entstehen soll, haben sich beim Abriss der dortigen Brotfabrik neue Planunsgerfordernisse ergeben, die zu Zeitverzögerungen führen.

„Kein leichtes Gelände“ sei unter anderem aus Verkehrsaspekten auch die Sedanstraße im Südbezirk. Hier müssten zunächst TBR und Investor einen Vertrag über die Errichtung eines Wendehammers abschließen, dann kann der Bauantrag gestellt werden. Der Bau der Kita selber, die auf Holzständerwerk errichtet werden soll, werde am Ende dann recht schnell gehen. Wann die geplante Kita auf dem sehr großen Gelände der Mannesmann-Villa an der Burger Straße öffnen wird, sei jetzt noch nicht realistisch zu sagen.

2020 aber, da ist Grimm optimistisch, werden weitere Kitaplätze zur Verfügung stehen, um den seit längeren bekannten Mangel an Betreuungsplätzen in der Stadt deutlich zu lindern. Wenn alles laufe wie geplant, „dann haben wir viel erreicht“.

Sollten die Bedarfszahlen für Kita-Plätze in diesem Zeitraum weiter steigen, habe die Stadt noch Ideen für weitere Standorte, die man dann mit Investoren entwickeln könne.

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