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Der Sekundarschule fehlen Räume

Schule in Remscheid : Der Sekundarschule fehlen Räume

Die Nelson-Mandela-Schule betreut viele Kinder mit Förderbedarf.

Die Sekundarschule Nelson Mandela gibt es seit sieben Jahren. Sie ist damit die jüngste der Remscheider Schulen und doch längst aus der Schullandschaft nicht mehr wegzudenken. 457 Schüler in 18 Klassen besuchen die dreizügige Schule am Rosenhügel.

Schulleiterin Heike Wiegand nutzte am Dienstagabend die Sitzung des Schulausschusses in der Mensa ihrer Schule dafür, auf eine wachsende Raumnot hinzuweisen. Die Mensaräume, in der auch der Ausschuss tagte, werden mittlerweile auch als Unterrichtsraum genutzt, eine Cafeteria zu Klassenräumen umfunktioniert, Abstellräume wurden in Besprechungsräume verwandelt.

Die Aufgabenfelder „Integration und Inklusion“ nennt Heike Wiegand als Grund für diese beengte Situation. Die Schule arbeitet von Beginn an inklusiv, hat aktuell 56 Kindern mit sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf. 30 Jungen und Mädchen werden zudem beim Spracherwerb speziell gefördert. Das geschehe zum Teil in kleinen Gruppen in separaten Räumen. Dafür braucht mehr Platz.

Heike Wiegand bat die Politik darum, mittel- bis langfristig in die laufenden Raumplanungen der Stadt aufgenommen zu werden. „Wir wissen, dass wir nicht die Priorität 1 haben“, sagte die Schulleiterin im Gespräch mit unsere Zeitung. Die Zusammenarbeit mit der Schulverwaltung sei gut und vertrauensvoll.

Fachdienstleiter Arndt Liesenfeld ist die Situation der Schule gut bekannt. „Am einfachsten wäre es, noch eine Etage aufzusetzen“, sagte er im Gespräch mit der Bergischen Morgenpost. Denn viel Spielraum für Anbauten gebe es auf dem von beiden Seiten von Häusern begrenzten Areal nicht. Eine Option für die weitere Zukunft könne die Umnutzung der Hausmeister-Wohnung sein. Noch wird diese genutzt und das soll auch erst mal so bleiben.

Grundsätzlich erkennt Liesenfeld in dem Bericht von Heike Wiegand einen Ansatz, den er sich auch für andere Schulen wünscht: eine multifunktionale Nutzung von Räumen, etwa wenn in Grundschulen ein Raum morgens für den Unterricht und am Nachmittag für die OGGS genutzt werde.

Heike Wiegand nutzte die Vorstellungsrunde im Ausschuss auch dafür, um über das Ergebnis einer Qualitäts-Untersuchung der Bezirksregierung zu berichten. Die war nach den Herbstferien nämlich für drei Tage vor Ort, um die Schule unter die Lupe zu nehmen.

Die mit viel Vorlauf verbundene Untersuchung habe „viele hervorragende Ergebnisse gebracht“, sagte die Schulleiterin. Unter anderem wurde der Sekundarschule eine gute Entwicklung und dem Kollegium großes Engagement attestiert. Diese Rückmeldung tue sehr gut und bestätige das junge Kollegium in seiner Arbeit.