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Das alte Kaufhaus soll wie neu aussehen

Remscheid : Das alte Kaufhaus soll wie neu aussehen

Das ehemalige Karstadt-Gebäude in Lennep wird gerade schonend gewaschen. Edeka schafft bereits Kühltheken an.

Es ist ein besonders schonender Waschgang, dem das ehemalige Karstadt-Gebäude in Lennep an diesen Tagen unterzogen wird. Unter der grünen Einhausung sind die Reinigungskräfte im Auftrag der Firma ten Brinke mit Spezialgerät am Werk. Zur bevorstehenden Wiedereröffnung des denkmalgeschützten Gemäuers soll der Sandstein strahlen wie seit mehr als 100 Jahren nicht mehr.

Ein Blick in das Innere: Es dauert nicht mehr lange, bis Leben in die Gebäude Einzug hält. Foto: Peter Meuter

"Mit normalen Hochdruckreinigern wäre das nicht möglich", sagt Christian Braun, Projektleiter des niederländischen Bauunternehmens ten Brinke, das die Immobilie umbaut. "Die würden auch gleich den Sandstein abschmirgeln und für beträchtliche Schäden an der Fassade sorgen."

In Absprache mit den städtischen Denkmalschützern hat ten Brinke deshalb eine Spezialfirma engagiert, deren Mitarbeiter die Fassade nun von den Eisen- und Wasserspuren der vergangenen Jahrzehnte reinigen.

Ein langwieriges Verfahren, aber, sagt Christian Braun: "Wir sind im Zeitplan." Ende des Jahres soll der historische Karstadt, später von der Kette Hertie bezogen und vor sieben Jahren verlassen, wieder als echtes Schmuckstück ins Auge fallen.

Die neuen Mieter sind mit dem Ausfüllen der Bestellzettel beschäftigt. Guido Rötzel, Geschäftsführer des Edeka in Hasten, muss sich um die Ausrüstung seiner neuen Filiale kümmern. Kühltheken, Aufschnittmaschinen und weitere Gerätschaften müssen beschafft werden, damit zur Eröffnung alles bereitsteht.

Ob es schon einen Termin gibt? Nein, sagt Guido Rötzel und klingt, als wolle er sich dafür entschuldigen: "Ich kann Ihnen den genauen Eröffnungstermin noch nicht nennen." Ende Januar soll es sein. Vielleicht wird es auch Anfang Februar.

Jüngst wurde ein Fliesenleger krank, dann spielte das Wetter nicht mit. Doch es sind nur solche Kleinigkeiten, die den Tag hinauszögern, an dem neues Leben in den alten Karstadt-Bau Einzug erhält.

Wie berichtet, wird die Bäckerei Evertzberg in der Vorkassenzone von Edeka Rötzel ihre 43. Filiale eröffnen. Wie in Hasten bekam der Remscheider Bäcker den Vorzug vor der Edeka-Tochter, die in den Filialen normalerweise den Verkauf von Backwaren übernimmt. Edeka Rötzel und Evertzberg sind mit Aldi als Dritten im Bunde aber nicht in dem denkmalgeschützten Gebäude, sondern in dem neuen Anbau untergebracht. Im alten Karstadt entstehen parallel zu den Reinigungsarbeiten an der Fassade neue Lagerflächen und Sozialräume.

(RP)