Dankeschön-Konzert der EWR Remscheid: Musikalische Zeitreise mit „MerQury“

Kostenloses Konzert mit MerQury und den Symphonikern : Eine musikalische Zeitreise

Die EWR Remscheid hatten beim Dankeschön-Konzert alles bereitet für einen Abend mit großartiger Stimmung und Gänsehaut-Atmosphäre. 3000 Zuschauer waren in die Wagenhalle gekommen.

Vor den Augen und Ohren von mehr als 3000 Besuchern wurde die legendärste Rockband aller Zeiten in der EWR-Wagenhalle zum Leben erweckt. Die Band „MerQury“ und die Bergischen Symphoniker sorgten mit Klassikern wie „Under Pressure“, „The Show Must Go On“, „Barcelona“ oder Bohemian Rhapsody für Stimmung und Gänsehaut-Atmosphäre.

So manch leidenschaftlicher Musikfan wird es sich sicherlich schon mal gewünscht haben: In der Zeit reisen zu können, um solch legendäre Konzertereignisse wie Woodstock im August 1969, mit einem überragenden Jimmy Hendrix und späteren Weltstars wie Joe Cocker oder Santana oder das Live Aid-Konzert von Queen 1985 im Wembley-Stadium mitzuerleben.

Eine kleine Zeitreise gelang den Künstlern des 18. Dankeschön-Konzerts der EWR tatsächlich. Erwartungsvoll und gespannt richteten sich alle Blicke auf die große, im Scheinwerferlicht getränkte Bühne, auf der das Ensemble der Bergischen Symphoniker, ein Chor und die Mitglieder der seit 1991 wirkenden Queen-Coverband „MerQury“ Platz fanden. Für den neuen Generalmusikdirektor Daniel Huppert war es der zweite öffentliche Auftritt in Remscheid.

Er legte vor, ließ sein Orchester das über zweistündige Konzert mit einem instrumentalen Medley der schönsten Queen-Songs eröffnen. Der imposante Klang der Streicher erfüllte die Halle, in der sonst die Busse der Stadtwerke ruhen. Gänsehaut stellte sich ein. Die Symphoniker in großer Besetzung zu hören, ist schließlich immer ein Genuss. Die Mitglieder der Band gesellten sich allmählich dazu, während die Musik weiter erklang. Als letztes trat „MerQury“-Frontsänger Jonny Zatylny auf die Bühne.

Die Ähnlichkeit mit Freddie Mercury war durchaus gegeben. Die nahezu gleiche Klangfarbe seiner Stimme, wenn auch nicht so mächtig, wie die der verstorbenen Legende, überraschte. Die Tributeband spielte zur Eröffnung das eher unbekanntere Stück „Save me“. Das Publikum reagierte (noch) abwartend. Beim nächsten Queen-Hit „Under Pressure“ ließ Zatylny die 3000 Gäste in der Wagenhalle aufstehen und mitklatschen. Die Zuschauer wurden auf Betriebstemperatur gebracht – und der Frontsänger wiederum wärmte seine Stimmbänder, für das, was noch kommen würde.

Vor allem bei den kräftigeren Tönen, die der echte Freddie Mercury einst mit einer scheinbaren Leichtigkeit aus seinem schmächtigen Körper presste, musste Zatylny seinen Hut ziehen, ließ stattdessen geschickt entweder das Publikum oder den Chor singen. Es brauchte einige Lieder, bis sich das Gros der Anwesenden dem Charme des Konzertes vollends hingab. Spätestens beim Stück „Barcelona“, für das sich Zatylny Unterstützung von Sopranistin Sandra Danyella holte, stand der Saal nahezu komplett auf und zollte den Künstlern ihren respektvollen Applaus.

Zum zweiten Teil eines kurzweiligen Abends zündeten Band und die Bergischen Symphoniker schließlich das echte Feuerwerk und brachten mit den wahren Queen-Hits die Stimmung im Saal endgültig zum Kochen.

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