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Coronavirus: Remscheid rechnet mit Corona-Impfungen schon im Januar

Kampf gegen Corona-Pandemie : Remscheid rechnet mit Corona-Impfungen schon im Januar

Ab dem 15. Januar sollen der Stadt Remscheid zufolge in einem Impfzentrum die ersten Impfungen gegen Covid-19 durchgeführt werden können. Ein Sprecher des NRW-Gesundheitsministeriums erklärte auf Nachfrage, dass dort nichts von einem solchen Starttermin für die Impfung bekannt sei.

Mitten in der zweiten Welle der Corona-Infektionen gibt es gute Nachrichten. Ab dem 15. Januar sollen in Remscheid die ersten Impfungen gegen Covid-19 durchgeführt werden können, berichtete am Donnerstag der Leiter des Corona-Krisenstabs, Thomas Neuhaus, auf Nachfrage unserer Redaktion. Ein Sprecher des NRW-Gesundheitsministeriums erklärte am Donnerstag auf Nachfrage, dass dort nichts von einem solchen Starttermin für die Impfung bekannt sei.

Neuhaus sagte weiter, dass zunächst der Impfstoff der Firma Biontec zum Einsatz kommen soll. So jedenfalls sehen es die Pläne des Landes vor, die Neuhaus und Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz in einem Gespräch mit der Bezirksregierung mitgeteilt wurden. Demnach sollen 53 Impfzentren in NRW entstehen. Bereits am 15. Dezember soll mit dem Aufbau des Zentrums begonnen werden. Der Ort dafür steht allerdings bislang noch nicht fest. Nach Vorstellung des Landes sollen Turnhallen, Kirchen oder Messehallen für diesen Zweck infrage kommen.

Die Kosten für den Impfstoff will der Bund übernehmen, die Ausgaben für den Betrieb der Impfzentren wollen sich Bund und Land teilen. Der Impfstoff der Firma Biontec muss sehr kühl gelagert werden und wird wohl nicht in Remscheid deponiert.

Weitere wichtige Details, etwa die Frage der personellen Ausstattung des Zentrums, müssen nun geklärt werden. „Das wird sportlich werden, aber wir schaffen das“, gab sich Neuhaus optimistisch. Man fange nicht bei Null an, sagte Neuhaus. Die Stadt haben mit ihren Partnern im Krisenstab bereits eigene Überlegungen zum Thema angestellt.

Wie viele Menschen in diesem Zentrum in welchem Zeitraum geimpft werden können und wie viele Impfdosen zur Verfügung stehen werden, diese Details kann Neuhaus zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht im Detail beantworten.

Die Frage, nach welchen Kategorien entschieden wird, wer im Januar zuerst gegen eine Infektion mit dem Virus geimpft werden soll, wird nicht in der Kommune entschieden. Ein Ethikrat im Bund ist aktuell damit befasst. Erste Überlegungen gehen dahin, zunächst jene Menschen zu impfen, die ein hohes Risiko für einen tödlichen oder schweren Verlauf der Krankheit haben. Auch das Personal in der Gesundheits- und Altenpflege sowie Mitarbeiter der Gesundheitsämter, der Polizei oder der Feuerwehr sollen beim Impfschutz Vorrang haben.

Neuhaus zeigte sich am Donnerstag zuversichtlich, dass man in Remscheid eine hohe Akzeptanz für die Impfung haben und damit eine hohe Impfquote von 60 Prozent oder mehr erreichen werde. Das ist enorm wichtig, damit das Risiko einer Ansteckung bei Kontakt mit anderen Menschen verlässlich minimiert werden kann.

Vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen sieht der Leiter des Krisenstabs „Licht am Ende des Horizont“. Er hoffe sehr, dass die Menschen in der Stadt im kommenden Jahr wieder Reisen planen können, sagte Neuhaus.