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Coronavirus: Erster Verdachtsfall in Remscheid - Karneval in Heinsberg

Karneval in Heinsberg gefeiert : Erster Coronavirus-Verdachtsfall in Remscheid

Die Stadt Remscheid meldet, dass eine junge Frau möglicherweise mit dem Coronavirus infiziert ist. An Rosenmontag hatte sie gemeinsam mit ihrem Freund die Karnevalsparty in Gangelt (Kreis Heinsberg) besucht.

Die Stadt Remscheid teilte am Samstagabend mit, dass eine junge Frau möglicherweise mit dem Coronavirus infiziert sei. An Rosenmontag hatte sie gemeinsam mit ihrem Freund die Karnevalsparty in Gangelt (Kreis Heinsberg) besucht. Die Remscheiderin leide an Erkältungssymptomen, ansonsten ginge es ihr gut, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt. Sie und ihr Lebensgefährte, der keine Symptome aufweist, wurden im Sana-Klinikum auf das Virus getestet. Das Ergebnis soll es am Dienstag geben. Solange bleiben beide Remscheider zu Hause, um einen Kontakt zu anderen Personen auszuschließen.

Ob es sich tatsächlich um den Coronavirus handelt, sei allerdings vor allem deshalb fragwürdig, weil die Frau bereits zuvor an einer Grippe erkrankt war. Sie wurde deshalb bereits vor den Karnevalstagen krankgeschrieben. Die Krankmeldung dauert an. Ihr Freund zeigt keine Symptome einer Infektion. Er soll keinen Kontakt zu der Personengruppe gehabt haben, die nach der Karnevalsveranstaltung in Gangelt positiv auf das Virus getestet worden war. Demnach, so teilte Presssprecherin Viola Juric mit, sei der Freund nach den Richtlinien des Robert-Koch-Instituts nicht begründet verdächtig, sich mit dem Corona-Virus infiziert zu haben. In seinem Fall mache die Nähe zu seiner Freundin den Test und den isolierten Aufenthalt in der gemeinsamen Wohnung aber erforderlich.

Nach Ansicht von Dr. Frank Neveling, Leiter des Remscheider Gesundheitsamtes, drohe in Remscheid keine besondere Gefahr, falls sich der Verdacht erhärten sollte. Die Frau sei vor dem Karneval nicht mit vielen Menschen in Kontakt gewesen, so dass eine Übertragung des Virus’ sich in einem überschaubaren Kreis bewegen würde. „Wir würden bei diesem Fall kein großes Problem bekommen“, sagte Neveling.

Die Mitarbeiter und Ärzte im Gesundheitszentrum in Hasten seien seit Tagen im Dauereinsatz. Das Telefon stehe nicht mehr still, die Bürger möchten informiert werden und seien verunsichert. „Das ist im Augenblick für uns eine Herausforderung“, sagte Neveling. Das Warten auf die Testergebnisse erklärte Neveling mit der Überlastung der Labore in Düsseldorf und Köln. Dort werden die Proben hingeschickt. Zu normalen Zeiten liegen die Ergebnisse innerhalb von 24 Stunden auf dem Tisch.

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