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Corona-Virus in Remscheid: Stadt empfiehlt Maske in der Klasse

Corona-Virus in Remscheid : Stadt empfiehlt Maske in der Klasse

Schüler und Lehrer sollen in der Schule weiterhin Alltagsmasken zum Schutz gegen das Corona-Virus tragen. Diese Empfehlung zu einer „freiwilligen Selbstverpflichtung“ gab am Montag der Krisenstab der Stadt heraus.

Er reagiert damit auf die ab Dienstag aufgehobene Maskenpflicht in den Klassen durch die Landesregierung in NRW. Der Krisenstab „sieht im Tragen von Masken auch im Unterricht weiterhin einen bedeutenden und wirksamen Schutz der Schüler, Lehrer und ihrer Familien, um die Verbreitung des Virus in den Schulen zu vermindern“, heißt es in einer Pressemitteilung. Die Alltagsmasken böten zwar keinen umfassenden Schutz vor Infektionen. Sie würden aber das hochkonzentrierte und unkontrollierte Austreten von feinen Tröpfchen (Aerosolen) in der Atemluft verhindern. Gemeinsam mit regelmäßigem Lüften seien die Masken „ein wirksamer Faktor des Infektionsschutzes“.

Im Gespräch mit unserer Redaktion betonte der Leiter des Krisenstabs, Thomas Neuhaus, dass sich die Maskenpflicht im Unterricht bewährt habe. Neuhaus sieht auch ein Problem der Akzeptanz bei den Schülern, wenn es einerseits eine Pflicht gibt, die Maske auf dem Schulhof oder dem Flur zu tragen, diese Pflicht in der Klasse, wo aus räumlichen Gründen Abstandsregeln nicht eingehalten werden können, aber plötzlich nicht mehr gelte.

Als Argument für das weitere Tragen der Masken nennt er auch die andere Beurteilung für die Anordnung häuslicher Quarantänen für den Fall, dass ein Corona-Fall an einer Schule auftaucht. Haben nachweislich alle Schüler und Lehrer im Umgang mit der Kontaktperson Masken getragen, fallen die vom Gesundheitsamt angeordneten Maßnahmen anders aus. Dann müssen die Kinder nicht zu Hause bleiben, sondern können weiter in die Schule gehen. Wie Neuhaus berichtete, haben Schulleiter die Stadt um eine klare Positionierung gebeten. Sowohl Lehrer als auch Eltern seien seit der Ankündigung des Landes, die Maskenpflicht in der Klasse zum 1. September aufzuheben, besorgt über die möglichen Konsequenzen. So wurde unter anderem am Lenneper Röntgen-Gymnasium vereinbart, die Maskenpflicht erst einmal aufrechtzuerhalten.

Neuhaus rechnet für diese Woche mit einer Regelung des Landes für den Fall, dass Infektionszahlen in einer Kommune massiv ansteigen. Dann, so sagt der Schuldezernent, würde der Krisenstab die Maskenpflicht auch im Unterricht wieder einführen. Zum Start des Schuljahres hat die Stadt 52.000 Masken zur Verfügung gestellt.