1. NRW
  2. Städte
  3. Remscheid

Corona-Virus in Remscheid: Probleme mit der Maskenpflicht in Taxis

Corona-Pandemie in Remscheid : Probleme mit der Maskenpflicht in Taxis

Verwundert über einen Bericht dieser Redaktion zum Thema Taxifahren in Corona-Zeiten zeigt sich eine Leserin, die namentlich nicht genannt werden möchte.

Im Artikel appelliert der Geschäftsführer der Funk-Taxi-Vereinigung Remscheid, Armin Schötz, an die Kunden, die Maskenpflicht zu beherzigen. So würden sie die Fahrer schützen. Die Leserin, die seit einigen Wochen wegen eines Unfalls nicht Autofahren kann und oft Taxis benutzt, um zum Arzt zur Behandlung zu gelangen, berichtet hingegen von Nachlässigkeiten bei den Taxifahrern.

Einige trügen gar keine Maske, andere hätten sie nicht korrekt aufgesetzt. Erst als sie die Fahrer darauf angesprochen habe, seien die Masken korrekt aufgesetzt worden. Mit einem Anruf bei der Taxi-Zentrale habe sie auf das Problem aufmerksam gemacht. Eine Veränderung könne sie bisher aber nicht erkennen.

Die Anruferin weist darauf hin, dass die Taxis ja auch Dialyse- und Krebspatienten transportieren. Da sei ein Fahrer ohne Maske, dessen Wagen auch nicht über eine Trennscheibe verfüge, ein großes Risiko für den Fahrgast.

Die Taxifahrer stehen an vorderster Front, denn im Wagen existieren nicht viele Ausweichmöglichkeiten. Auch wenn viele Fahrgäste sich dessen nicht bewusst seien, gehörten die Taxis doch dem ÖPNV an – „und da gilt eben die Mund-Nasen-Schutz-Pflicht“, sagte Geschäftsführer Armin Schötz. Immer wieder hätten auch Fahrer Probleme. Vor allem nachts und vor allem mit angetrunkenen Fahrgästen gebe es Auseinandersetzungen darüber, dass die Masken getragen werden müssten. „Da haben sich einige Fahrer bei mir beschwert“, sagte der Geschäftsführer des 1965 gegründeten Vereins.

Man sehe es den Kunden vorher eben nicht an, ob sie zu den Corona-Leugnern gehören oder sich an die Regeln halten. Das macht es für die Fahrer teilweise sehr schwer“, sagte Schötz. Es sei allerdings insgesamt wie immer im Leben, ergänzte er: „Es gibt den Großteil der Kunden, die sehr vernünftig sind. Und es gibt eine laute Minderheit, die sich nicht an die Regeln halten will.“

Die Funk-Taxi-Vereinigung wurde am 2. August 1965 gegründet und besteht derzeit aus 22 Mitgliedsunternehmen mit 36 Fahrzeugen. Darunter sind Limousinen, Kombis, Großraumfahrzeuge sowie drei Rollstuhl-Taxen (Telefon: 0 21 91 / 33 333 oder 0 21 91 / 194 10).