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Corona: Stadt Remscheid hält an der „Notbremse“ fest

Corona: Inzidenzwert auf 194,9 geklettert : Stadt Remscheid hält an der „Notbremse“ fest

Angesichts einer weiterhin hohen Sieben-Tage-Inzidenz, die am Freitag bei 194,9 lag, und der angespannten klinischen Situation bei der Versorgung von Corona-Patienten hält die Stadt Remscheid die Corona-Notbremse als Restriktion aus der aktuellen Coronaschutzverordnung aufrecht.

Terminshopping, Museumsbesuche oder Bibliothekengänge mit negativem tagaktuellen Schnelltest wird es somit vorerst nicht geben.

 Zu dieser gemeinsamen Entscheidung kam am Freitag eine Expertenrunde, die bereits am 30. März mögliche Lockerungen im Stadtgebiet aus Sorge um die Gesundheitslage und die lokale klinische Versorgung abgelehnt hat. In den vergangenen Tagen sei es nicht gelungen, die Infektionszahlen und damit die Inzidenz auf ein akzeptables Maß zu senken. Und auch die Situation der klinischen Versorgung von Covid 19-Infizierten lasse keine Entwarnung zu. So begründen Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz, Rechts- und Ordnungsdezernentin Barbara Reul-Nocke, der Technische Beigeordneten Peter Heinze, Ordnungsamtsleiter Jürgen Beckmann, Klaus Kreutzer (Einzelhandesverband), Nelson Vlijt (Allee-Center Remscheid), Maren Lynen (Apotheke im Allee-Center Remscheid) und Gesundheitsamtsleiter Dr. Frank Neveling ihren gemeinsamen Beschluss.

Die Infektionslage spiegelt sich auch in der Zahl der belegten Intensivbetten wider. Tagaktuell werden in Remscheid 19 Coronaerkrankte stationär versorgt. Zehn davon benötigen intensivmedizinische Betreuung, acht Menschen werden beatmet.

 Remscheid müsse also weiter mit allen Kräften versuchen, die Inzidenz durch Kontaktreduzierung, Abstand, Maskengebot und Hygiene deutlich zu senken und damit das Ansteckungsrisiko erheblich zu reduzieren. Das gelte insbesondere auch für den offenen Handel wie Lebensmittelmärkte oder Baumärkte.

Damit gelten in Remscheid bis zum Ablauf der aktuellen Coronaschutzverordnung am 18. April unter anderem diese allgemeinen Regeln:

AHA-Formel Generell heißt es mindestens anderthalb Meter Abstand zu anderen Menschen halten, Hygiene beachten, im Alltag Maske tragen. Faustregel: Medizinische Masken müssen überall dort getragen werden, wo man zwangsläufig eng mit anderen zusammenkommt: in Arztpraxen, in Bus und Bahn, in Taxen, im Umfeld von Geschäften und innendrin, am Arbeitsplatz, in öffentlichen Gebäuden und so weiter. Bis 18. April gilt in Remscheid übrigens eine Maskenpflicht in festgelegten Innenstadtbereichen.

Clubs Clubs, Diskotheken und ähnliche Einrichtungen haben zu.

Museen Das Deutsche Röntgen-Museum und das Deutsche Werkzeugmuseum sind geschlossen.

Körpernahe Dienstleistungen Alle körpernahe Dienstleistungen, bei denen ein Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann, sind verboten. Das gilt zum Beispiel für Massagen, kosmetische Behandlungen, Maniküre und das Tätowieren. Erbracht werden dürfen allerdings medizinisch notwendige Dienstleistungen und die nichtmedizinische Fußpflege. Auch Frisöre haben geöffnet. Taxis/Mietwagen dürfen befördern.

Kontaktbeschränkungen Ein Hausstand darf sich maximal mit einer anderen Person im öffentlichen Raum treffen. Paare, in denen beide nicht im gleichen Haushalt leben, gelten trotzdem als „ein“ Hausstand. Kinder aus einem der beiden Hausstände bis einschließlich 14 Jahren werden nicht mitgezählt.

Partys Partys und vergleichbare Feiern sind generell untersagt.

Restaurants Restaurants, Cafés und Eisdielen sind geschlossen. Wer möchte, kann sich einzelne Speisen und Getränke vor der Ladentür abholen. Das lässt sich je nach Anbieter auch mit „Click & Collect“ online oder telefonisch planen.

Shopping Geschäfte, die Waren des täglichen Bedarfs anbieten – das sind beispielsweise Lebensmittelläden, Apotheken, Drogerien und Blumenläden – haben unter den bisherigen Hygieneregeln und Personenbegrenzungen geöffnet. Alle anderen Geschäfte sind geschlossen und dürfen das sogenannte „Click & Collect“ – online oder telefonisch bestellen und vor der Ladentür abholen – anbieten.

Sonnenstudio Sonnenstudios dürfen öffnen.

         

Spielplätze Sie sind auf. Ziel ist es allerdings nicht, dass sich hier Personengruppen jedweden Alters „heimlich“ treffen. Das ist verboten. Die Spielplätze sind den Kindern und ihren Begleitpersonen vorbehalten – unter Wahrung der gängigen Coronaschutzregeln. Kinder dürfen die Spielplätze im Freien ohne Abstand zueinander nutzen.

Sport/Schwimmen Der Freizeit- und Amateursportbetrieb auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen, Fitnessstudios, Schwimmbädern und ähnlichen Einrichtungen ist verboten. Die Stadt hat die städtischen Sportanlagen bis auf weiteres für den Individual- und den Vereinssport geschlossen. Den Trägern privater Anlagen wie auch Vereinsanlagen hat sie dringend empfohlen, ebenfalls den Betrieb einzustellen. Schwimmbäder dürfen nur für die Anfängerschwimmausbildung mit Gruppen von höchstens fünf Kindern öffnen.

Theater Das Teo-Otto-Theater ist geschlossen.

Wochenmärkte Remscheids Wochenmärkte finden statt. Sie dürfen allerdings in der Hauptsache nur Lebensmittel und Waren des alltäglichen Bedarfs anbieten.

Bibliotheken Die Bibliotheken sind geschlossen. Sowohl die Zentralbibliothek in der Scharffstraße als auch die Stadtteilbibliotheken in Lennep und Lüttringhausen bieten weiterhin einen Bestell- und Abholservice für Medien an.

(red)