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Corona Remscheid: Krisenstab entscheidet über stadtweite Maskenpflicht

Corona in Remscheid : Krisenstab entscheidet über stadtweite Maskenpflicht

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen steigt in Remscheid weiterhin stark an. Am Sonntag wurde die sogenannte Vorwarnstufe überschritten. Das heißt, es gibt womöglich wieder erste Einschränkungen des öffentlichen Lebens.

Die Entwicklung der Zahlen zur aktuellen Gesundheitslage zeigen weiter einen Anstieg von Corona-Infektionen im Stadtgebiet.  Allein von Freitag bis zum Sonntag sind 13 Personen zusätzlich erkrankt, teilt die Stadt mit. 62 Infizierte meldet die Stadt. 306 Bürger leben in Quarantäne. Mit dem Anstieg sei ein kritischer Wert erreicht. Die 7-Tage-Inzidenz liegt mit einem Wert von 37,05 über der ersten Eingriffsschwelle der aktuellen CoronaSchutzverordnung. Der Erlass fordert seit dem 1. September, dass die betroffene Kommune, das Landeszentrum Gesundheit und die zuständige Bezirksregierung umgehend weitere konkrete Schutzmaßnahmen umsetzen müssen, wenn über dem Wert von 35 liegt.

Wie die Stadt mitteilte, habe es bereits einen Kontakt zum Lagezentrum Gesundheit gegeben. Es gehe nun darum, in enger Abstimmung vor Ort gegen die weitere Ausbreitung des Virus vorzugehen, indem zunähst passend zur Analyse der ansteigenden Fallzahlen Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus ergriffen werden, heißt es in einer Mitteilung.

Eine Analyse der Remscheider Zahlen mache demnach deutlich, dass der Anstieg insbesondere auf reiserückkehrende Familienverbünde mit Kindern im Kita-und Schulalter zurückgeführt werden kann. Die Kinder tragen die Infektionen in die Einrichtungen hinein. Aus diesem Grund hat der Krisenstab unter Vorsitz von Dezernent Thomas Neuaus im ersten Schritt ein umfassendes Informationspaket beschlossen, um nochmals verstärkt aufzuklären.

Adressaten dieser mehrsprachig Kampagne werden unter anderem die Schulen, Kitas, Sportvereine, Kirchen, Vereine und Institutionen sein. Über weitere Maßnahmen wie eine stadtweite Maskenempfehlung in der Öffentlichkeit oder die gezielte Intensivierung der Corona-Schutz-Kontrollen durch den Kommunalen Ordnungsdienst will der Krisenstab zu Wochenbeginn entscheiden.

Derweil gibt es neue Corona-Fälle an Schulen. An der Grundschule Kremenholl wurden zwei Kinder der gleichen Familie positiv getestet, sie besuchen die Klasse 1b und 4a. Insgesamt 51 Kinder und sieben Lehrkräfte müssen hier in Quarantäne. Auch an der Grundschule Freiherr-vom-Stein gibt es einen weiteren Fall, 24 Schüler der 3b und fünf Lehrer sind betroffen. Zudem zeigt ein Kind, das die Nelson-Mandela-Sekundarschule besucht und in dessen Familie es einen Corona-Fall gibt, Erkältungssymptome.