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Corona in Remscheid: Schulen und Handel atmen auf

Corona in Remscheid: Erleichterungen ab Montag : Schulen und Handel atmen auf

Remscheid hat es geschafft. Wie vom Infektionsschutzgesetz des Bundes vorgesehen, hat die Stadt an fünf aufeinanderfolgenden Werktagen den für den Schul- und Kitabetrieb maßgeblichen Inzidenz-Schwellenwert von 165 sowie den für die Geschäftsöffnung relevanten Wert von 150 unterschritten. Am Sonntag lag der Inzidenzwert bei 108,7.

Damit endet am Montag an den Remscheider Schulen der Distanzunterricht und in den Kindertageseinrichtungen die bedarfsorientierte Notbetreuung. Wieder erlaubt sind Wechselunterricht mit zweimal wöchentlicher Selbsttestung und die Vor-Ort-Betreuung in den Kitas im Sinne eines eingeschränkten Regelbetriebs (zehnstündige Kürzung der Betreuungsverträge, trennscharfe Gruppenbetreuung).

Und auch für den Remscheider Einzelhandel gibt es ab Montag mehr Freiheit. Alle Geschäfte dürfen wieder Kunden mit einem maximal 24 Stunden alten Schnelltest mit negativem Testergebnis nach Terminabsprache in ihre Ladenlokale einlassen (Click & Meet). Zugelassen ist ein Kunde pro angefangene 40 Quadratmeter Verkaufsfläche.

Gut gerüstet für Montag sehen Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz, Corona-Krisenstabsleiter Thomas Neuhaus und Wirtschaftsdezernent Peter Heinze die ansässigen Schulen und Kitas sowie den lokalen Einzelhandel. Man habe bereits in den zurückliegenden Tagen sehr intensiv gemeinsam mit den beteiligten Akteuren an dem erhofften Neustart gearbeitet. Die Schulen freuten sich sehr auf ihre Schüler und seien auf den Wechselunterricht gut vorbereitet. Sollte es am Montag dennoch ein wenig holpern, sei das der kurzen Zeit zwischen Bekanntgabe der Allgemeinverfügung und Schulbeginn geschuldet. Die Schulen seien sehr darum bemüht, in der Schnelle alle Schüler zu erreichen.

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Und auch der lokale Einzelhandel sei gut vorbereitet. Ihm kämen nun die Inbetriebnahme der Luca-App und das flächendeckend ausgebaute kostenfreie Bürgerschnelltestangebot für alle Remscheiderinnen und Remscheider zugute.

Seit Sonntag, 9. Mai, haben Corona-Geimpfte und Personen, die vor nicht mehr als einem halben Jahr an Covid-19 erkrankt waren, wieder mehr Rechte. Gemäß Bundesverordnung werden diese Personengruppen beispielsweise negativ getesteten Personen gleichgestellt. Das bedeutet in der Praxis: Beim Einkauf oder in der Schule müssen Geimpfte und Genesene diese Tests nicht mehr beibringen, wenn sie ihren Status mit einem Impfpass (Achtung: Die Zweitimpfung muss mindestens zwei Wochen zurückliegen!), einer Quarantäneverfügung oder einer Kopie des PCR-Positivergebnisses nachweisen können. Maske, Abstandsgebot und Hygieneregeln gelten allerdings auch für diese Personenkreise weiter.

(red)