Remscheid: Clarenbach-Grundschule bleibt weiter im Ungewissen

Remscheid: Clarenbach-Grundschule bleibt weiter im Ungewissen

Die erste Reihe auf der Tribüne des Ratssaals war am Dienstagabend fest in der Hand der Grundschullehrerinnen aus Lüttringhausen. Doch während die Vertreter der Katholischen Grundschule Franziskus nach der Sondersitzung des Schulausschusses zufrieden den Heimweg antreten konnten, waren die Pädagogen der Adolf-Clarenbach-Grundschule eher ratlos.

Denn auch knapp drei Wochen nachdem auf Drängen der SPD der Beschluss über die Bildung der Eingangsklassen für das kommende Schuljahr verschoben wurde, hat sich an der Ausgangssituation nicht viel geändert. Die Schule Franziskus hat am Standort Lüttringhausen so viele Anmeldungen, dass sie zwei Klassen bilden kann. Weil Schulraum für mehr Kinder vorhanden ist, hat die Schulverwaltung der Politik empfohlen, dies einmalig zu gestatten.

Die Clarenbach-Schule hingegen liegt nach Aussage der Stadt mit aktuell 28 Anmeldungen in einem Bereich, wo nur noch die Bildung einer großen Klasse möglich ist. Vor drei Wochen waren es noch 30 Anmeldungen gewesen - die Mindestzahl für die Bildung von zwei Klassen. Die Fraktionen stimmten einhellig für die Pläne der Stadt. Der Tenor: Alle wünschen sich zwei Eingangs-Klassen für die Schule, in der das gemeinsame Lernen verfolgt wird.

In der Clarenbach-Schule werden Kinder mit und ohne besonderen Förderbedarf zusammen unterrichtet. Um diese Aufgabe stemmen zu können, brauche es kleine Klassen mit maximal 20 Schülern, hatte die Lehrer-Gewerkschaft GEW im Vorfeld erklärt.

Die SPD forderte für Clarenbach sogar eine Garantie für die Bildung zweier Klassen und wünscht sich, dass die Stadt Eltern so berät, dass sie sich noch für diese Schule (um)entscheiden.

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Dies geht der CDU zu weit: Es sei nicht Aufgabe der Verwaltung, Eltern, die sich bereits für eine Schule entschieden haben, (um)zustimmen, sagte Alexander Schmidt: "Das darf und kann sie nicht".

Schuldezernent Thomas Neuhaus verwies auf die Gesetzeslage. Klassen mit weniger als 15 Schülern seien nicht erlaubt. "Wir haben uns dieses Ergebnis nicht gewünscht, aber wir müssen es so hinnehmen."

Der Clarenbach-Schule bleibt die Hoffnung auf weitere Anmeldungen - bis Sommer ist noch Zeit.

(hr)