CDU will Masterplan für Sportstätten-Sanierung

Politik in Remscheid: CDU will Masterplan für Sportstätten-Sanierung

Die Nachricht schlug bei den Sportpolitikern quer durch alle Lager ein wie die sprichwörtliche Bombe.

Auf 10,6 Millionen Euro beziffert die Stadt die über Jahre aufgelaufenen Kosten für nötige Instandhaltungs-Arbeiten und Sanierungen an städtischen Sportanlagen. Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz (SPD) hatte nach mehrmaliger Nachfrage des Sportausschuss-Vorsitzenden Markus Kötter (CDU) vor wenigen Wochen die schon länger erbetenen Zahlen vorgelegt.

Thomas Judt, Leiter des Gebäudemanagements, hatte im Anschluss im Fachausschuss von den Schwierigkeiten berichtet, das Geld gerade für größere Reparaturen zusammen zu bekommen. Der Haushalt der Stadt gebe das nicht her. Über Rückstellungen würde versucht, Geld für solche Projekte anzusparen. Einhellige Reaktion im Ausschuss: Die Dimension des Problems war uns so nicht bekannt. Und: Wir hätten gerne früher davon gewusst. Die CDU-Fraktion im Rat zieht nun erste Konsequenzen. In der Sitzung des Sportausschusses am 30. Januar stellt sie einen Antrag zur Abstimmung, der die Verwaltung auffordert, einen Masterplan aufzustellen, wie sie den Sanierungsstau abarbeiten will. Das beinhaltet auch den Auftrag, mögliche Förderprogramme zu identifizieren, aus denen Gelder zu diesem Zweck fließen könnten.

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Außerdem soll die Stadt den Bericht fortschreiben und um bislang noch nicht dort aufgelistete Mängel ergänzen. Dabei soll auch aufgezeigt werden, wie der Zustand der Sportgeräte und der Ausstattung in Remscheids Sportanlagen ist.

 Der OB hatte in seinem Brief an die Politik erklärt, dass das Gebäudemanagement der Stadt für aktuelle Schadensmeldungen ein Budget für „unvorhergesehene Instandsetzungen“ hat. In den vergangenen zehn Jahren seien dafür im Schnitt pro Jahr 145.000 Euro aufgewandt worden. Die Stadt habe „immer sichergestellt, dass die Verfüg- und Nutzbarkeit der Sportstätten nicht beeinträchtigt wird“.

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