Remscheid: CDU fordert: Landmarkt muss bleiben

Remscheid: CDU fordert: Landmarkt muss bleiben

Zur bevorstehenden Schließung des Landmarktes Kottsieper meldet sich jetzt die CDU-Fraktion der Lüttringhauser Bezirksvertretung zu Wort. Ihr Sprecher Andreas Stuhlmüller, zugleich stellvertretender Bezirksbürgermeister, hat den Eindruck, dass nicht "mit Hochdruck nach einer Lösung im Sinne des Unternehmens gesucht wurde". Das schreibt Stuhlmüller in einer Pressemitteilung.

Der Landmarkt Kottsieper wird am Ostersamstag, 3. April, schließen. Die versteckte Lage in Obergarschagen und die Konkurrenz durch fliegende Obst- und Gemüse-Händler hätten dazu geführt, dass die Gewinnzone nie erreicht wurde, bedauerte Inhaber Karl-Frieder Kottsieper im BM-Gespräch. In seinen Überlegungen, den Landmarkt auf eigenem Grund und Boden an anderer Stelle wieder aufzumachen, sei er von der Wirtschaftsförderung nicht unterstützt worden. In einem noch bevorstehenden Gespräch will nun das Stadtplanungsamt dem Landwirt eine Fläche in unmittelbarer Nähe zum Kauf anbieten.

Das aber erweckt das Misstrauen von Stuhlmüller: "Sollen hier eigene Grundstücksinteressen der Stadt mit Mitteln des Bauordnungsrechts durchgesetzt werden?", fragt er in seiner Pressemitteilung. Außerdem sei dies gar nicht nötig, denn eine Ansiedlung des Geschäftes sei auch an dem von Kottsieper gewünschten Standort möglich. Eine Anbindung an die Lüttringhauser Straße sei problemlos möglich, eventuell müsse die Zufahrt über das vorhandene Grundstück in Richtung Bahntrasse verschoben werden, führt Stuhlmüller aus.

Die CDU werde sich daher in Bezirksvertretung und Bauausschuss für die Fortführung des Landmarktes einsetzen. In anderen Städten sei die Zufahrt zu Einzelhandelsunternehmen in der Nähe von Autobahnauffahrten schließlich auch kein Problem. Von den Abfahrten Burscheid und Wermelskirchen könne man direkt zu Bau- und Verbrauchermärkten abzweigen. "Warum ist in Remscheid nicht möglich, was anderswo gang und gäbe ist?", fragt Stuhlmüller.

(RP)