Remscheid: Bürger fragen, Politiker antworten zum Thema Schule

Remscheid : Bürger fragen, Politiker antworten zum Thema Schule

Der Stadtverband Remscheid der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft will mit den Bürgern und den Landtagsabgeordneten der Parteien darüber diskutieren, wie sich die Schullandschaft in NRW in den nächsten fünf Jahren weiterentwickeln soll.

Die Diskussion findet am 1. März um 18 Uhr im Neuen Lindenhof statt. Auf dem Podium sollen neben den Vertretern der etablierten Parteien auch Mitglieder des Jugendrates sitzen. "Wir wollen hören, was die Schüler zum Schulalltag sagen", sagt Ute Brocke, eine der drei GEW-Vorsitzenden im Stadtverband.

Drei Themenblöcke wird es geben. Die Situation des Offenen Ganztages an den Schulen macht den Anfang. Aus Sicht der Gewerkschaft werde der Offene Ganztag immer noch zu stiefmütterlich behandelt. Es fehle an Räumen und an Personal. Erden Ankay-Nachtwein (SPD), Mitglied des Vorstandes, plädiert für "saubere Verträge" für die Erzieherinnen und das Personal. Es müsse aufhören, dass meist immer nur Ein-Jahres-Verträge abgeschlossen werden. Außerdem wäre es wünschenswert, dass die Entwicklung zu einem gebundenen Ganztag weiter geführt wird. Hinter der Formulierung "gebundener Ganztag" steht die Idee, die beiden Systeme Grundschule und Offener Ganztag miteinander als Einheit zu verzahnen. "Das hilft den Kindern und den Eltern", sagt Nachtwein. Im Schulausschuss gab es einen Bericht über die Situation der OGS. Häufig sei man nicht in der Lage, die selbst gesetzten Ansprüche an Qualität umzusetzen, hieß es dort.

Ein zweiter Block widmet sich dem Thema "Angebotsvielfalt nach der Klasse fünf". Diskutiert wird die Situation der Hauptschule, der Sekundarschule und der Real- und Gesamtschule. "Wir möchten, dass jedes Kind einen Platz an der Gesamtschule bekommt, dessen Eltern es wollen", sagt Vorstandsmitglied Ralf Giefers-Kremer. Zum Abschluss sollen die Politiker sagen, wie es mit "G8/G9" an den Gymnasien weitergehen soll. "Es darf nicht mehr so sein, dass einfach ein Wechsel von oben verordnet wird", meint Ralf Giefers-Kremer.

(RP)
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