Remscheid: Bürger entwickeln Ideen für die Allee

Remscheid: Bürger entwickeln Ideen für die Allee

Die Länge der Alleestraße ist als Einkaufsstraße im Zusammenhang mit dem Allee-Center nicht mehr zeitgemäß. Nach einem Center-Bummel fehlt das Interesse der Kunden, auch noch bis zum Markt hinunter zu spazieren.

Das war der Tenor unter den 30 Interessierten, die bei dem von der Stadtverwaltung initiierten Workshop Innenstadt über die Zukunft der Alleestraße und ihrer angrenzenden Bereiche diskutieren. Für die Pavillons würden einige Workshop-Teilnehmer gerne den Abrissbagger bestellen. Zu sehr unterteilen die Bauten eine Struktur, die eigentlich zusammengehöre.

Vorträge und Arbeitsgruppen

Nach Impulsvorträgen fanden sich die Teilnehmer zu Arbeitsgruppen zusammen. Abschließend wurden die Ergebnisse in großer Runde — darunter vor allem Vertreter aus Handel, Marketingrat Innenstadt, Industrie- und Handelskammer sowie des Vereins "Immobilien- und Standortgemeinschaft Alleestraße" — präsentiert.

Anders als Stadtplaner Hans-Gerd Sonnenschein, der mit der Beteiligung der Bürger sehr zufrieden war, vermissten Torsten Kelsch als Sprecher der IG Hindenburgstraße und Melanie Clemens das allgemeine Interesse an der Veranstaltung. Zwar sei die Initiative lobenswert, aber: "Perspektiven wurden eher aus Sicht des Handels und der Interessenvertreter genannt. Die Einschätzung der Bürger fehlte", befand Kelsch. Und Axel Behrend (Die Linke) monierte: "Die Veranstaltung ist überhaupt nicht ordentlich kommuniziert worden."

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Ordnung, Sauberkeit und eine enge Kooperation zwischen der öffentlichen Hand und privaten Initiativen, wie die ISG eine ist, wurden gefordert.

Der Dortmunder Strategieberater Frank Heinze, der den Vorstand der ISG Alleestraße zur Seite steht, zeigte auf, dass man viele Veränderungen am liebsten sofort auf den Weg bringen möchte. "Bis die einzelnen Schritte Wirkung zeigen, wird es aber dauern", fasste er die Meinung der von ihm geleiteten Workshop-Gruppe zusammen. Es sei aber durchaus sinnvoll, schnell Impulse zu setzen und nicht auf komplette Konzepte für die Innenstadtgestaltung zu warten.

Stadtplaner Sonnenschein will ein Protokoll über die Ergebnisse des mehrstündigen Austauschs dem Rat vorlegen. Er verhehlte allerdings nicht, dass die Stadt kein Geld in Projekte stecken könne. Es sei aber wichtig, eine Vision zu entwickeln, die Bestand habe, und nicht alle paar Jahre über den Haufen geworfen werde. "Nur dann können wir für Investitionssicherheit sorgen und Investoren für uns interessieren."

Hier geht es zur Bilderstrecke: Die Alleestraße im Wandel der Zeit

(bona)