Remscheid: Brückenneubau bedeutet für Fußgänger lange Umwege

Remscheid: Brückenneubau bedeutet für Fußgänger lange Umwege

Dass heute nach einigen Vorbereitungen die Arbeiten für den Abriss und anschließenden Neubau der über 100 Jahre alten Brücke über die Diepmannsbacher Straße in Lennep beginnen, stimmt zumindest Anlieger Klaus Grewe nicht gerade froh. Wie die Stadt ihm und anderen Anliegern der Diepmannsbacher Straße jetzt in einem Schreiben mitgeteilt hat, wird es während der Bauphase keine Behelfsbrücke geben, die weiterhin die kurze Verbindung zur Lüttringhauser Straße ermöglicht.

Für Grewe ist das ein "Schildbürgerstreich". Er wünscht sich einen behelfsmäßigen Übergang in der Bauphase. Weil er kein Auto besitze, bedeute die von der Stadt vorgeschlagene Umleitung über die Schlachthofstraße und den Westring für ihn einen sehr großen und anstrengenden Umweg. Zu bedenken gibt er, dass die Stadt für Abriss und Neubau immerhin eine Bauzeit von rund einem Jahr einplant.

Das bedeute, dass die Anwohner, die hinter der Brücke wohnen, die an dieser Stelle die Gleise der S-Bahnlinie 7 kreuzt, auch im Winter die Wege zu Fuß erledigen müssen - auch mit Einkäufen. Erschwerend kommt hinzu, dass der Abriss der Brücke auch den Zugang zu der in diesem Bereich fahrenden Buslinie 654 abschneidet. Sie fährt über die Lüttringhauser Straße. "Ich sehe für die Linienführung leider keine Alternative", sagte gestern Matthias Bioly, zuständig für die Verkehrsbetriebe der Stadtwerke.

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Die Stadt habe über die Errichtung einer Behelfsbrücke nachgedacht, sie aber verworfen, sagte Gunter Breidbach von den Technischen Betrieben Remscheid (TBR) auf BM-Anfrage. Sowohl die Tiefe der Baugrube als auch die Steigung der Böschungen im Gleisbereich sprächen dagegen. Auch die nötigen Arbeiten im Bereich der Versorgungsleitungen, die im Bereich des Brückenbauwerks die Gleise queren, machten dies technisch unmöglich. Zudem wird der große Aufwand ins Feld geführt. Beim Neubau der Brücke über die Lenneper Straße gab es ein Provisorium - auch für Autos. Zahlreiche Abstimmungen mit der Deutschen Bahn waren damals nötig.

(hr)