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Remscheid: Bootsparade im Eschbachtal

Remscheid : Bootsparade im Eschbachtal

Mit rund 150 Modellbauern vor Ort und vielen Zuschauern im Freibad Eschbachtal war Stefan Groote vom Förderverein sehr zufrieden. Zum neunten Mal fand hier am Wochenende die Modellschiffparade statt. Für den 100. Geburtstag des Freibads hatte man den Zweijahresrhythmus aufgegeben und schon nach 2011 die nächste Parade auf die Beine gestellt.

Die Besucher bekamen viele Besonderheiten zu sehen. So wurde am Samstag die "Gera" getauft. Anton Leichhauer aus Bremen hatte rund 15 Monate an dem Modell des Frischtrawlers gebaut. Zusammen mit Dietrich Lass ließ er es erstmalig zu Wasser. Mit Eschbachwasser wurde es auf seinem Namen getauft. Dann folgte die Jungfernfahrt im Nichtschwimmerbecken des Freibades. Einen Familienausflug der besonderen Art zeigten Mutter Evelyn Milz und die Töchter Theresa und Celina-Marie. Eine gelbe Quietscheente, versehen mit Motor und Fernbedienung, gesteuert von Mutter Evelyn, zog zwei Küken hinter sich her. Gefunden hatten das Schwimmtier sie und Vater Kai in Venlo. Kai Milz, Deutscher und Welt-Meister mit RC Rennbooten, bereitete währenddessen sein Speedboot für die Demonstration im Schwimmerbecken vor. Während die Milz´schen Enten ihre Bahnen zogen, war Stephan Henrich schon geraume Zeit mit seiner Fernlenkente unterwegs. Wie bei Milz hatte auch er seinen Beitrag zur Bootsregatta zufällig gefunden. Für einen Euro beim Discounter gekauft und mit Fernlenk- und Antriebstechnik versehen, waren diese Fahrzeuge echte Hingucker.

Titanic auf dem Beckenboden

Per Unterwasserkamera konnten die Besucher einen Blick auf die versunkene Titanic im Springerbecken werfen. Ein Mini-U-Boot machte es möglich. Zwar nur in vier statt in 4000 Meter Tiefe versunken, lieferte die Kamera ein erschreckend realistisches Bild. Doch was dann ins Bild kam, damit hatten weder Veranstalter noch Zuschauer gerechnet: eine echte Leiche. Wenige Meter neben der Titanic lag ein toter Frosch. Er hatte den Sprung ins gechlorte Wasser nicht überlebt.

Ruhig ließen es Holger Meyer, Axel Janetschek und Jens Kraft angehen. Sie hatten mit dem Wind zu kämpfen. Er war zu schwach, um ihre Segelschiffe optimal fahren zu lassen. Die Lösung: Der "Schmetterling", quer zum Wind gestellte Segel, gab vollen Antrieb bei Rückenwind. Gegen den Wind wurde dann gekreuzt. Zur Freude der Zuschauer waren auch wieder U-Boote im und unter Wasser unterwegs.

(RP)