Remscheid: Bolzplatz hat neue Unterstützer

Remscheid: Bolzplatz hat neue Unterstützer

Kinder und Jugendliche im Südbezirk wünschen sich einen besseren Belag.

Der vom Jugendrat angeregte Bolzplatz an der Burger Straße hat neue Unterstützer: Bei einem Treffen im Südbezirk kamen Vertreter von Stiftungen und Organisationen zusammen, die sich an der Finanzierung des Umbaus beteiligen würden. Das Problem: Zurzeit ist noch unklar, ob der Platz baurechtlich abgesichert ist.

Es geht vorwärts, verkündete Jugendratsmitglied Yakub Arslan diese Woche in der Sitzung des jungen Gremiums. Zumindest schrittweise. Der 17-Jährige hatte sich noch vor Monaten, entgegen dem Ratschlag von Jugendamtsleiter Michael Ketterer und Spielflächenmanagerin Daniela Kann, für eine Verbesserung des Schotterplatzes eingesetzt. Kinder und Jugendliche im Südbezirk wünschen sich einen besseren Belag für den zentralen Bolzplatz zwischen Konsumterrassen und Hauptstraße. Im günstigsten Fall würde der Umbau 35.000 Euro kosten. Geld, das die Stadt bekanntlich nicht aufwenden kann. Doch die Jugendlichen haben sich Unterstützer gesucht. Mit Vertretern von Organisationen und Stiftungen traf sich eine Delegation des Jugendrates im Tempel an der Burger Straße. "Die Idee kam ganz gut an und einige haben geäußert, uns finanziell unterstützen zu wollen", sagte Arslan. "Allerdings gibt es da jetzt ein kleines rechtliches Problem."

Jugendamtsleiter Michael Ketterer, der im ersten Moment von dem Vorhaben abriet, das Gremium jedoch unterstützt, hatte vorsorglich bei der Baurechtsbehörde prüfen lassen, ob auf der Fläche überhaupt gebaut werden darf. "Bisher wurde da noch nichts gefunden, was den Platz baurechtlich absichert", sagte Ketterer. Konkret hieße das, dass auf der Fläche nichts verändert werden dürfe. Somit bräuchte das Projekt die Unterstützung der großen Politik, um Baurecht zu schaffen. Denn ohne Rechtssicherheit, betonte Arslan, werden sich die Stiftungen und Organisationen nicht einbringen.

Bezirksbürgermeister Stefan Grote, der nicht nur das Treffen im Südbezirk besuchte, sondern auch die jüngste Sitzung des Gremiums, sicherte dem Jugendrat seine Unterstützung zu: "Wenn kein Baurecht existiert, werden wir in der Bezirksvertretung versuchen, Baurecht zu schaffen." Auch finanziell würde sich die BV womöglich einbringen wollen: "Seit 2017 stehen den Bezirksvertretungen kleinere Geldbeträge für die Verschönerung ihrer Stadtteile zur Verfügung. Das ist nicht viel, aber da würden wir uns gerne beteiligen wollen."

(RP)