Boden in Sporthalle in Remscheid löst sich ab

Probleme in der Sporthalle Hackenberg : „Als hätte der Boden Sonnenbrand“

In der Sporthalle Hackenberg muss ab 18. Dezember nachgearbeitet werden.

Für die Rollhockey-Spieler und Rollkunstläufer ist die Freude über den neuen Hallenboden in der Sporthalle Hackenberg eher getrübt. Nach ein paar Trainingseinheiten und Spielen mussten die Sportler bereits zu Besen und Kehrblech greifen, um kleine poröse Teilchen aufzukehren. Eine Unterbrechung, auf die sie sicherlich gerne verzichtet hätten. Grund für diese Unannehmlichkeit: Die Versiegelung des neuen Bodens löst sich auf.

„Das sieht aus, als hätte der Boden Sonnenbrand“, sagt Sabrina Leyendecker, Abteilungsleiterin beim Remscheider Turnverein (RTV). Sie betreut die Abteilung Rollkunstsport. Die Schicht löst sich mehr und mehr ab. Manchmal verfangen sich Partikel zwischen den Rädern der Rollkunstfahrer. „Das kann vielleicht ein bisschen abbremsen. Aber gefährlich ist das nicht“, sagt Leyendecker. Zum Glück. Bestünde nämlich Unfallgefahr, müsste die Halle sofort gesperrt werden.

Für Michael Sternkopf, Leiter des Sportamtes, ist die Angelegenheit ärgerlich. Die aufgetragene Versiegelung habe sich nicht mit dem Unterboden verbunden. „Die Firma wird das reparieren“, sagt Sternkopf. Da bestehe Gewährleistungspflicht. Einen Termin habe man bereits gefunden. Am 18. Dezember sollen die Arbeiten beginnen. Dann habe die neue Versiegelung oder auch „Opferschicht“, wie sie im Fachjargon heißt, bis nach den Weihnachtsferien Zeit, sich mit dem Unterboden besser zu vereinen.

Eine Schließung der Halle für 14 Tage wäre für die Sportler und den Schulunterricht unerfreulich. „Das wäre ganz schlecht gewesen. Das können wir uns nicht leisten. Wir müssen für die Wettkämpfe trainieren“, sagt Leyendecker. Das gleiche gilt für Sportler der IGR. Für den Sportunterricht gebe es auch keine Ausweichmöglichkeit.

250.000 Euro hat die Stadt für den neuen Boden ausgegeben. Der alte Boden hatte über 40 Jahre auf dem Buckel. Da waren kaum noch Linien zu erkennen. Der Rollhockey-Bundesligist hat zudem neue Banden bekommen. Die alten hätten keine Saison mehr gehalten. Die Arbeiten für den „flächenelastischen Schwingboden“ gingen in den Sommerferien gut voran. „Wir waren früher fertig als geplant“, sagt Sternkopf. Nun muss nachgearbeitet werden. „Wir können den Boden bis zu den Weihnachtsferien ertragen“, sagt Leyendecker.