Blitze, Regen, Sturm und stürzende Bäume

Remscheid: Blitze, Regen, Sturm und stürzende Bäume

Das Sturmtief "Burglind" hat die Feuerwehr bis in den Abend hinein auf Trab gehalten. Menschen wurden nicht verletzt.

Starkregen in der Nacht, Sturmböen am Morgen, Blitze am Himmel voller grauer Regenwolken — das Sturmtief "Burglind" hat die Feuerwehr bis in den Abend hinein auf Trab gehalten. "Es war ein großer Einsatz ohne große Schäden", sagte Einsatzleiter Hartmut Sturm. Fast pausenlos klingelte das Telefon in der Feuerwehrzentrale Auf dem Knapp. Die Meldungen ähnelten sich: Baum umgeknickt, Äste auf der Straße, Verkehrsschilder umgekippt, Plakatwand abgerissen, Dachziegel heruntergeschleudert. "Das Problem für uns ist, dass es nicht einen Sturm gab, der über Remscheid fegte, sondern sich immer wieder heftige Windböen bildeten,", schilderte Sturm die Lage.

Los ging es für die Feuerwehr ab 4.30 Uhr. Innerhalb einer Stunde trafen 36 Schadensmeldungen ein. Auf der Diepmannsbacher Straße in Lennep fuhr die Feuerwehr zu einem größeren Einsatz. Dort war ein rund 40 Meter langer Baum auf die Fahrbahn gestürzt. Die Feuerwehr sicherte den Baum. Anschließend zerlegten die Feuerwehrmänner ihn. Für Autofahrer und Passanten musste die Straße so lange gesperrt werden, bis die Baumreste beseitigt worden waren.

Sturmtief "Burglind" fegt über NRW

Ein umgestürzter Baum bereitete am Morgen an der Hägener Straße/Steinberg Probleme. Ein Einsatztrupp musste ihn entfernen. Er hatte die Stromleitung der Straßenbeleuchtung abgerissen und mehrere Laternenmasten beschädigt, wie der Feuerwehrsprecher mitteilte. Die Gefahrenzone lag in einer Kurve, daher habe es etwas länger gedauert, bis der Baum gefällt war.

Weitere Meldungen aus dem Feuerwehrbericht: Auf der B 229 (Schüttendelle) sorgte ein umherfliegendes Trampolin für einen Schreckmoment. Am Annette-von-Droste-Hülshoff-Weg stürzte ein rund 14 Meter hoher Baum auf einen Spielplatz und riss die Umzäunung weg.

  • Sturmtief fegt über Duisburg : Polizei nach Unwetter im Dauereinsatz

Auf der Ringstraße blockierte ein Baum kurzfristige die Straße. Weitere Einsätze fuhr die Feuerwehr an der Neuenkamperstraße, auf dem Talsperrenweg und an der Hackenberger Straße. Sie rückte auch zu einem Einsatz auf der Autobahn aus. Zwischenzeitlich musste noch ein Baugerüst gesichert werden.

Mit einem Leiterwagen fuhr die Feuerwehr zu einem Einsatz am Blecherweg, um einen Baum abzusägen, der umzukippen drohte. Foto: Ralf Kollmann

Das Tagesgeschäft lief neben den 60 Sturmeinsätzen "ganz normal" weiter. 50 Transport- und Rettungsdienstfahrten verzeichnet das Protokoll vom Sturmtag. Vier Mal hieß es: Ölspur beseitigen. Unter anderem platzte an einem Laster ein Ölschlauch. "So eine Maßnahme bindet viele Leute", sagte Einsatzleiter Sturm.

Zwei Mal rückte die Feuerwehr aus, weil sich ein Brandmelder bemerkbar gemacht hat. Einmal lautete der Alarm: Person hinter einer Türe. Bei dieser Lage war die Berufsfeuerwehr auf die Unterstützung durch die Freiwillige Feuerwehr angewiesen, um die vielen kleinen Einsätze vor allem in der Innenstadt schnell und sicher zu erledigen. Die Feuerwehr forderte auch Hilfe der Technischen Betriebe Remscheid an, die mit einem Ladekran halfen.

Der starke Regen drückte viele Gullydeckel hoch. In Unterburg, wo gerade am Hochwasserschutz gearbeitet wird, flutete das Regenwasser die Straße. Das Sturmtief brachte auch den Bahnverkehr teilweise zum Erliegen. Wie die Bahn meldete, fielen Züge der S 7 aus oder kamen nur mit großer Verspätung an.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Sturmtief "Burglind" trifft mit Orkanböen auf NRW

(RP)