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Remscheid: Bilder von Teo Otto werden ausgelagert

Remscheid : Bilder von Teo Otto werden ausgelagert

Einzelne Blätter von Teo Otto hängen noch im Theater. Doch was wird aus dem Nachlass des Bühnenbildners von Bertolt Brecht, wenn Pro Arte im Herbst das obere Foyer im Theater für eigene Ausstellungen nutzen will?

Auch die Frage, was aus den Beständen des Remscheider Künstlers wird, die noch in der geschlossenen Städtischen Galerie lagern, muss abschließend geklärt werden. In die Häuser an der Scharffstraße soll nach bisherigen Plänen die Musik und Kunstschule einziehen. Im Dachgeschoss der Galerie ist aber der Nachlass des Bühnenbildners untergebracht.

Laut Kulturdezernent Christian Henkelmann hat die Stadt die Möglichkeit, die Sammlung an das Theatermuseum in Düsseldorf zu übergeben. "Wir können den Nachlass als eine Dauerleihgabe dort unterbringen und jederzeit für Ausstellungszwecke darauf zurückgreifen", sagt Henkelmann. Möglich wäre auch eine Kooperation mit der theaterwissenschaftlichen Sammlung in Köln-Wahn. Damit sind zunächst alle Pläne gestorben, den Nachlass des Namensgebers fürs Theater an einem würdigen Ort präsentieren und für Studienzwecke zur Verfügung zu stellen.

Vor einigen Jahren plante der Verein Pro Arte, im Obergeschoss der Galerie ein Archiv einzurichten und einen Mitarbeiter zu stellen, der sich um die Betreuung der Besucher kümmert. Die sollten Einsicht in die Arbeiten und Dokumente Teo Ottos nehmen können. Bei der Idee ist es geblieben, konkrete Schritte wurden nicht unternommen. Mit seinen Bühnenbildern hat Teo Otto im 20. Jahrhundert Theatergeschichte geschrieben. Unvergessen bleibt sein Bühnenbild zur Uraufführung von Brechts "Mutter Courage" und die Ausstattung der Faust-Inszenierung mit Gustav Gründgens als Mephisto.

(cip)