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Remscheid: Bezirksvertretung: Lenneper Hardtanlage bleibt erhalten

Remscheid : Bezirksvertretung: Lenneper Hardtanlage bleibt erhalten

Die Hardtanlage an der Wupperstraße bleibt für ein Jahr in ihrem jetzigen Zustand erhalten. Das ergaben Beratungen der Lenneper Bezirksvertretung am Mittwochabend. Die Pläne der Stadtverwaltung, die Rosenstöcke herauszunehmen und die Beete mit Gras einzusäen, lehnte das Stadtteilparlament einstimmig ab.

Das fiel ihm leicht, denn die Zahl der Unterstützer ist groß: Der Verein zur Förderung der Rosenkultur des Bergischen Landes will die Stöcke begutachten und im Frühjahr fachgerecht beschneiden. Und um den laut Stadtverwaltung ermüdeten Boden zu düngen und abgestorbene durch neue Rosenstöcke zu ersetzen, will der Verkehrs- und Förderverein Lennep "für einen überschaubaren Zeitraum die Finanzierung der nötigen Dinge gewährleisten", sagte Roland Kirchner (W.i.R.) Mitglied der Bezirksvertretung und zugleich Kassierer des Verkehrs- und Fördervereins.

Weil der Boden durch die Rosen ausgelaugt ist, Stöcke abgestorben sind und die Pflege nicht mehr zu gewährleisten ist, hatte die Stadtverwaltung vorgeschlagen, die Beete in der Hardtanlage einzuebnen. Bis dahin hatten mehrere "Rosendamen" die Pflege der Beete ehrenamtlich übernommen. Sie sehen sich jedoch aus Altersgründen nicht mehr dazu in der Lage. Das Grünflächenamt kann aus Spargründen nicht einspringen.

Doch es gibt offenbar neue Paten für die Rosenbeete: Bezirksbürgermeister Dieter Rohrweck weiß von drei Freiwilligen, die die Pflege der Beete übernehmen wollen. Ihre Namen werde er an die Stadtverwaltung weiterleiten. Als er dies ankündigte, meldete sich eine weitere Frau aus dem Publikum, die sich ebenfalls zur Mitarbeit bereit erklärte. Für alle freiwilligen Helfer will der Verein der Rosenfreunde ein Seminar veranstalten, bei dem die Freizeit-Gärtner alles über das richtige Düngen und Beschneiden der Rosen lernen, sicherte der Verein zu.

Das freute den Leiter des städtischen Grünflächenamtes, Bernhard Wiedenhoff, der aber auch betonte, dass die Pflege nachhaltig sein müsse: Es nutze der Stadtverwaltung nichts, wenn Freiwillige nach einiger Zeit aus verschiedenen Gründen wieder abspringen "und uns dann die Arbeit wieder vor die Füße fällt".

Gabriele Lipka, Vorsitzende des Bergischen Naturschutzvereins, gab indes zu bedenken, dass es "ein ganz schlechtes Signal wäre, wenn die Hardtanlage aufgegeben würde, nachdem sie 23 Jahre lang Ehrenamtler gepflegt haben".

Auch Bezirksbürgermeister Dieter Rohrweck zeigte sich mit der Lösung zufrieden und betonte, dass auch nach Einebnung die Buchenhecke stehen bleiben sollte. Ein klares Zeichen dafür, "dass niemand in der Stadtverwaltung jemals geplant hat, die Fläche der Hardtanlage für andere Reserven zu nutzen".

(RP/ac)