Remscheid: Besucher haben Spaß im Röntgen-Museum

Remscheid: Besucher haben Spaß im Röntgen-Museum

Die Direktion des Deutschen Röntgen-Museums hat wissenschaftlich untersuchen lassen, ob die vor zehn Jahren entworfene Konzeption des Museums dem Publikum gefällt. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass die Besucher nach einem Rundgang durch die Ausstellung zufrieden sind.

Die Verwaltung hat die Studie mit den Ergebnissen nun veröffentlich. Das ist die erste belastbare Antwort auf die Frage, ob die Museumspädagogen mit der Art und Weise, wie sie das Leben von Wilhelm Conrad Röntgen und die Wirkung seiner Entdeckung präsentieren, auch bei den Besuchern ankommt.

Arbeitszimmer besonders beliebt

Die Wissenschaftlerin Nora Wegner, die auf Besucherstudien für Museen spezialisiert ist, führte die Studie durch. Nach einem standardisierten Leitfaden hat sie 60 Besucher befragt. Die Hälfte davon waren Schüler. Außerdem wandte sie die Methode der "verdeckten Beobachtung" an drei verschiedenen Standorten im Museum an. Dort studierte sie das Verhalten von 70 Personen.

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Zwischen 90 und 98 Prozent der Besucher stufen das Museum zwischen "sehr gut" und "gut" ein. Sie geben an, in den verschiedenen Abteilungen Spaß an der Thematik gehabt zu haben. Freunden und Bekannten würden sie einen Besuch in Lennep empfehlen. Zu den beliebtesten Orten im Museum gehören das Arbeitszimmer des Nobelpreisträgers und der Röntgenbus. Im Arbeitszimmer ist der berühmte Versuch nachgebaut, mit dem Röntgen die X-Strahlen entdeckte. Der Röntgenbus zeigt, wie Reihenuntersuchungen zum ersten Mal die frühzeitige Diagnose von Tuberkulose ermöglichten.

Zwei Stunden hält sich der Besucher im Schnitt im Museum auf. Die Wissenschaftler haben beobachtet, dass je länger der Besucher im Museum verweilt, desto mehr schwindet nach und nach die Lust, sich mit Textinformationen zu beschäftigen. Wer ins Museum hineingeht, kommt klüger wieder heraus. Auch das ist ein Ergebnis der Studie. Die interaktiven Elemente sind beliebt, und die Einrichtung eines Museumslabors zum eigenen Experimentieren findet breite Zustimmung.

(RP)
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