Remscheid: Beste Bildung für Standort Remscheid

Remscheid: Beste Bildung für Standort Remscheid

In gut zwei Jahren soll das neue Berufsbildungszentrum der Metall- und Elektroindustrie fertig sein auf einer Fläche von 15.000 Quadratmetern. Gestern übergab Staatssekretär Thomas Rachel Fördergelder in Höhe von zehn Millionen Euro.

Zwei Schecks in Höhe von gut zehn Millionen Euro hat gestern Mittag Thomas Rachel, Staatssekretär im Bildungsministerium an Michael Hagemann, Geschäftsführer des Berufsbildungszentrums der Remscheider Metall- und Elektorindustrie (BZI), übergeben. Mit diesem Geld finanziert Hagemann den Neubau des Bildungszentrums an der Wüstenhagener Straße und weitere Investitionen in moderne Technik in den Lehrwerkstätten. Mitte 2020 soll der Bildungscampus für überbetriebliche Ausbildung eröffnet werden. Es entsteht ein Areal auf 15.000 Quadratmetern Fläche mit 360 Werkstattplätzen und 140 Unterweisungsplätzen. Insgesamt kostet das Projekt über 15 Millionen Euro. Drei Millionen schießt das Land Nordrhein-Westfalen hinzu, weitere drei Millionen setzt das BZI an eigenen Mitteln ein.

Vier Jahre haben Hagemann und seine Mitstreiter an der Realisierung gearbeitet. Das sei ein Meilenstein für die Zukunft des produzierenden Gewerbes in Remscheid, sagte Hagemann. Mit dem Neubau sei Remscheid nun in der Lage, die notwendigen Antworten auf die beruflichen Anforderungen in den Unternehmen zu geben. "Für den Standort Remscheid ist das überlebenswichtig", sagte Hagemann. Mit den bisherigen Räumlichkeiten konnte das BZI den geforderten Ansprüchen nicht mehr auf Dauer genügen. Die Auslastung des Lernortes liegt bei 120 Prozent.

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Zahlreiche Gäste wohnten der Übergabe der Fördermittel durch den Staatssekretär aus Berlin bei. Unter anderem kamen Michael Wenge, Geschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Wuppertal-Solingen-Remscheid, Baudezernent Peter Heinze, Schuldezernent Thomas Neuhaus, Markus von Dreusche, Geschäftsführer des Arbeitgeberverbandes Remscheid, Ingo Lückgen von der Wirtschaftsförderung, CDU-Landtagsabgeordneter Jens Nettekoven, Unternehmer Jan Wilhelm Arntz sowie Martin Klebe, Chef der Arbeitsagentur Wuppertal-Solingen, zu der auch Remscheid gehört.

Das Projekt des BZI nehme in Deutschland eine Ausnahmestellung ein, betonte Staatssekretär Rachel. Es entstehe eine der modernsten Ausbildungsstätten. Mit 42 Millionen unterstütze der Bund Investitionen in Ausbildungsprojekte. Mit neun Millionen Euro von dieser Summe sei Remscheid in Berlin stark vertreten. Die 666.515 Euro für die technische Modernisierung fließen in den Aufbau des Fachbereiches für 3 D-Technik sowie in die Erweiterung der Hydraulik und Pneumatik auf jeweils 18 Plätze. Außerdem werden vier Fräsmaschinen gekauft. Unternehmer Jan Wilhelm Arntz, der den Prozess als IHK-Mitglied intensiv begleitet hat, nannte den Neubau des BZI eine Erfolgsgeschichte. Mit diesem "Leuchtturmprojekt" seien die Remscheider Unternehmen in der Lage, auch in Zukunft nach aktuellen technischen Standards zu produzieren und so die Qualität der Produkte zu sichern.

(RP)
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