Bergische Panther eskortieren TuS Ferndorf zum Aufstieg

Handball : Panther eskortieren TuS zum Aufstieg

Der Drittligist hat bei der deutlichen Pleite gegen den Meister aus dem Siegerland nicht den Hauch einer Chance.

Dritte Liga: Bergische Panther - TuS Ferndorf 20:38 (11:14) - Wenn es noch einen Zweifel gegeben hätte, wurde der am frühen Samstagabend in der Hilgener Max-Siebold-Halle endgültig zur Seite geschoben. Nach einer Leistung der Extraklasse haben die Gäste aus dem Siegerland einen auch in dieser Höhe verdienten Sieg gelandet und konnten damit den Aufstieg in die Zweite Bundesliga feiern.

Bereits zehn Minuten vor dem Schlusspfiff hielt es keinen der rund 250 Gäste-Fans mehr auf den Sitzen. "Nie mehr Dritte Liga", stimmten sie an und feierten ihr Team, das 60 Minuten wie aus einem Guss spielte und zu keinem Zeitpunkt nachließ. "Das war sehr eindrucksvoll", meinte Panther-Trainer Marcel Mutz, der den Gästen zum Aufstieg und der überragenden Leistung gratulierte. "Die sind auf jeder Position einfach besser besetzt. Sie haben sich den Aufstieg verdient", meinte Panther-Boss Hans-Jürgen Middendorf, dem die Höhe der Niederlage am Ende egal war und der sich über eine volle Halle freute.

Den Aufstiegsrahmen nicht sprengen wollten zu Beginn scheinbar die Panther. "Da sind die Jungs fast schon vor Ehrfurcht erstarrt", erklärte Mutz, der in der elften Minute beim zwischenzeitlichen 1:7-Rückstand eine Auszeit nahm. Dies schien zu fruchten. Plötzlich waren die Gastgeber im Spiel.

Als Matthias Aschenbroich zum 7:8 traf (18.), meldete auch TuS-Coach Michael Lerscht Redebedarf bei seinen Schützlingen an. Die nutzten in der Folge nun wieder jeden Fehler gnadenlos aus. Besonders zu Beginn des zweiten Abschnitts. Da zogen sie endgültig davon. Die Panther konnten nichts mehr dagegensetzen.

"Vielleicht fehlten uns auch ein wenig die Körner", betonte deren Coach. Und Rückraum-Spieler Philipp Hinkelmann dachte schon an die nächsten Aufgaben: "Wir müssen nach Ostern wieder Gas geben und uns dann mit einem positiven Gefühl aus der Saison verabschieden."

Zuvor blieb den Panthern nach der Schlusssirene nichts anderes übrig, als sich die Aufstiegsfeierlichkeiten mit Bier- und Sektduschen anzuschauen: "Da kommen gleich Erinnerungen an unseren Aufstieg vor einem Jahr auf", meinte Keeper Robin Eigenbrod.

Panther-Tore: Jesussek (5), Aschenbroich, Zapf (je 4), Hindrichs, Arnaud (je 2), Schmitz (2/1), Hinkelmann (1).

(pk/red)
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