80 Kita-Plätze für Remscheid: Baustart für Kita Sterntaler in Klausen

80 Kita-Plätze für Remscheid: Baustart für Kita Sterntaler in Klausen

80 der insgesamt benötigten rund 800 neuen Betreuungsplätze für Kinder entstehen bis zum kommenden Jahr am Ende einer kurzen Sackgasse in Klausen. Investor und Bauherr ist die Volksbank im Bergischen Land. 

Die Stadt Remscheid hat am Montag ein wichtiges Etappenziel auf dem Weg zur Schaffung dringend benötigter neuer Kitaplätze in der Stadt erreicht. Mit dem offiziellen Spatenstich für die Kita „Sterntaler“ am Fritz-Ruhrmann-Weg in Lüttringhausen nimmt das erste Projekt konkrete Formen an, das nach der Kehrtwende bei der Entwicklung der Anmeldezahlen geplant wurde.

Investor ist wie schon bei der Kita Am Holscheidsberg die Volksbank im Bergischen Land, Träger wird der Verein Initiative Jugendhilfe sein, der eng mit der Caritas verbunden ist. Das Besondere dabei: Die Initiative betreibt in unmittelbarer Nachbarschaft schon lange die Kita Klauser Delle, die Nähe zur neuen Kita macht Synergien möglich, sagt die Vorsitzende des Caritasverbandes, Sandra Engelberg.

80 neue Plätze in vier Gruppen entstehen in dem kleinen Seitenarm der Klauser Delle. Weil das zweigeschossige Gebäude in den Hang hinein gebaut wird, haben alle vier Gruppen einen barrierefreien, direkten Zugang nach draußen, sagt Volksbank-Architekt Andreas Bona. Die Kita erhält ein Außengelände von 1000 Quadratmetern, hat zudem mehr Abenteuerspielfläche gleich vor der Tür. Mit wenigen Schritten ist man im Wald, durch den unter anderem der Röntgenweg führt. Da die Fritz-Ruhrmann-Straße keine echte Straße, sondern nur ein Wendehammer ist, stellt sich hier auch die Parksituation für Eltern unkomplizierter dar als in den anderen neuen Kitas, die die Stadt aktuell plant.

„Ich bin heute einfach glücklich“, bekannte Volksbank-Vorstand Lutz Uwe Magney vor der Presse in Anspielung auf die lange Vorlaufzeit des Projektes. Wie schon bei der Kita Am Holscheidsberg ist die Volksbank nicht nur Investor und Bauherr für den „Sterntaler“. Sie wird auch in Klausen die Patenschaft für die Kita übernehmen.

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Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz (SPD) erinnerte daran, dass in der Politik vor einigen Jahren noch darüber diskutiert worden sei, ob die Stadt nicht zu viele Kitaplätze habe. Der Anstieg der Geburtenzahlen und die Einbeziehung der Kinder im Alter unter drei Jahren in den Betreuungsanspruch seien zwei wesentliche Punkte, die zu einer Wende geführt hätten.

Aktuell, so bestätigte Sozialdezernent Thomas Neuhaus, geht die Stadt von einem erneut gestiegenen Bedarf von nun rund 800 zusätzlichen Kita-Plätzen aus, die bis zum Start des Kindergartenjahres 2020/2021 gebraucht werden. Die Stadt sei bei dieser Aufgabe auf einem gutem Weg, auch wenn gerade die Identifizierung geeigneter Grundstücke in der dicht bebauten Stadt nicht leicht sei. In diesem Monat noch soll mit dem Abriss der alten Gebäude an der Arturstraße die dort geplante Kita einen Schritt nach vorne machen.

Das Kitajahr 2019/2020 beginnt am 1. August. Ob die Kita „Sterntaler“ bis dahin schon fertig ist, wollte Andreas Bona gestern nicht versprechen. Der Zeitplan ist anspruchsvoll. Burkhard Mast-Weisz und Volksbank-Vorstand Lutz Uwe Magney haben dazu eine Wette um 80 Schaumküsse laufen. Die Gewinner stehen also schon fest: die Kita-Kinder in Klausen.

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