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Remscheid: Bahnausfälle durch Kremer-Baustelle

Remscheid : Bahnausfälle durch Kremer-Baustelle

Abellio setzte auf Sicherheit. Ersatzverkehr aus Personalmangel eingestellt.

Der Großeinsatz von Feuerwehr, Polizei, Stadt und THW am Gartencenter Kremer in Lennep am Dienstag hatte für den Nahverkehr Folgen noch bis weit in die Abendstunden hinein. Wie berichtet, hatte sich am Mittag eine Betonwand in dem als Lager genutzten früheren RWE-Gebäude leicht aus der Fixierung gelöst. Es gab die Sorge, dass die sechs mal acht Meter große, tonnenschwere Betonplatte auf die Gleise des unmittelbar hinter dem Gartenmarkt verkehrenden "Müngsteners" fallen könnte.

Aus Sicherheitsgründen habe man sich entschieden, die Strecke so lange nicht zu befahren, bis die Wand gesichert sei, sagte eine Sprecherin von Abellio gestern auf Nachfrage unserer Zeitung. So kam es zu insgesamt "57 Teilausfällen" auf der Strecke zwischen Wuppertal und Remscheid. Die Deutsche Bahn als Inhaberin der Strecke hatte am Nachmittag gegen 15 Uhr erklärt, dass die Strecke für Züge im Schrittverkehr wieder freigegeben werden könne. Die Entscheidung, dies zu tun, lag aber im Ermessen des Betreibers Abellio.

Der entschied sich allerdings, sicherheitshalber einen Bus-Ersatzverkehr auf der Strecke einzusetzen. Der nahm gegen 15.30 Uhr auch seinen Dienst auf, musste ihn allerdings gegen 20.30 Uhr bereits wieder einstellen. Der Grund sei Personalnot gewesen, so die Abellio-Sprecherin. Laut dem Fahrplan verkehrt die S-Bahnlinie 7 auf dieser Strecke bis um 23.30 Uhr.

Für die "Problemwand" bei Kremer fand sich gestern eine Lösung. Nachdem sich die Idee des THW, die Platte mit Klammern wieder zu fixieren, als nicht praktikabel erwies, wurde die Betonplatte am Morgen kontrolliert nach unten abgelassen. Eine Gefahr für den Zugverkehr habe nicht bestanden, sagte Marktleiter Dominic Hartmann unserer Zeitung. Nach einer Begehung mit der Bauaufsicht wurde auch das Lager des Gartencenters wieder für den Betrieb freigeben. Von den anderen Betonplatten gehe keine Gefahr aus, sagt Hartmann. Der betroffene Teil des Lagers ist abgesperrt. "Dort haben wir jetzt ein Panoramafenster", scherzte Hartmann.

(hr)