Aus der Traum für die IGR Remscheid

Rollhockey : Aus der Traum für die IGR Remscheid

Der bergische Bundesligist unterliegt im Rückspiel im Europapokal mit 1:8 (0:2) bei den spanischen Profis des CP Voltregà. In Hälfte zwei fehlte die Kraft. Kapitän Yannick Peinke sorgt für den Ehrentreffer.

Der Traum von der großen Überraschung hielt zumindest eine Halbzeit. Doch im Verlauf der zweiten 25 Minuten löste er sich blitzschnell in Wohlgefallen auf: Am späten Samstagabend musste sich Rollhockey-Bundesligist IGR Remscheid im Rückspiel der ersten Runde des CERS-Pokals beim spanischen Erstligisten CP Voltregà deutlich mit 1:8 (0:2) geschlagen geben und schied damit nach dem 4:6 im Hinspiel aus dem Wettbewerb aus. "Bis auf die Tatsache, dass die Niederlage um ein paar Tore zu hoch ausfiel, war das okay", sagte IGR-Coach Marcell Wienberg.

Allerdings konnte er mit ein wenig Kritik nicht hinter dem Berg halten: "Wenn Du gegen eine solche Topmannschaft spielst, dann musst Du einfach die sich bietenden Chancen nutzen." Das war aber nicht gerade die Stärke der Remscheider im Pavellò Municipal Oliveras de la Riva. So vergab Yannick nach drei Minuten einen Direkten Freistoß nach einer frühen Blauen Karte gegen die Gastgeber. Und auch die anschließende Überzahl ließen die Bergischen ungenutzt.

Als Alex Ober und Daniel Strieder nur den Pfosten trafen, kam auch noch eine Portion Pech dazu. Derweil nutzten die Profis aus Spanien ihre Chance zur Führung (22.). Der zweite Treffer, der sieben Sekunden vor der Pause fiel, war gefühlt ein Nackenschlag für die IGR Remscheid.

Von diesem zweiten Treffer erholten sich die Remscheider vor einer stimmungsvollen Kulisse im Städtchen Voltregà, das rund 90 Kilometer nördlich von Barcelona liegt, nicht mehr. Außerdem schwanden auf dem sehr schnellen Boden mehr und mehr die Kräfte. So reichte es am Ende nur noch zum Ehrentreffer von Yannick Peinke zum zwischenzeitlichen 1:3 (27.).

"1:8 ist sicherlich nicht gerade das Ergebnis, das wir uns erhofft haben", sagte Marcell Wienberg in einem Interview im hauseigenen Videokanal, "vor allem das 0:2 haben wir dumm gekriegt." Nachdem die erste Halbzeit viel Kraft gekostet habe, sei die Niederlage folgerichtig gewesen, "sie ist aber für mich ein, zwei Tore zu hoch ausgefallen."

Trotz des Frusts ließ es sich das Team aber nicht nehmen, nach einem späten Abendessen ihre Europapokalteilnahme im katalanischen Nachtleben ausklingen zu lassen. Wienberg chauffierte seine Schützlinge noch in einen Club.

Ab heute beginnt für Mannschaft und Trainer wieder der Bundesliga-Alltag. Und der hält für die IGR ein Kontrastprogramm bereit. Denn nach dem Ausflug ins internationale Rollhockey steht am Samstag zu ungewohnter Zeit (14 Uhr, Halle Hackenberg) das Meisterschafts-Heimspiel gegen den SC Moskitos Wuppertal auf dem Programm. Ohne Punkte und mit einem Torverhältnis von 7:89 Treffern bilden die Nachbarn das Schlusslicht der Bundesliga.

(RP)