Ambulante Begleitung beim Sterben

Hospiz: Ambulante Begleitung beim Sterben

Kurz, prägnant und auf den Punkt: Ambulantes Hospiz Remscheid. So lautet der neue Name der seit 1995 existierenden Ökumenischen Hospizgruppe.

Weil es immer wieder zu Verwechslungen mit dem Förderverein Christliches Hospiz oder dem Kinderhospiz Burgholz kam, entschied sich der Verein auf der Mitgliederversammlung Ende Juni für den Namenswechsel. Logo und Homepage wurden daraufhin überarbeitet.

„Wir sind aber für alle Menschen da, unabhängig der Konfession“, betont Maria Stockbauer, zweite Vorsitzende des Vereins. Deshalb wollte man auch nicht länger das Wort „Ökumenisch“ im neuen Namen führen. Ziel der Änderung sei es zudem, die Gruppe mit bis zu 60 Ehrenamtlern und rund 150 Vereinsmitgliedern deutlicher ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu bringen, erklärt die Vorsitzende Heike Krommes. Denn das Thema Tod sei keines, mit dem sich die Menschen gerne auseinandersetzten.

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Dabei leisten die ausgebildeten Ehrenamtler eine wertvolle Arbeit bei der Begleitung Schwerstkranker und Sterbender auf ihrem letzten Weg. Zu Hause, auf der Palliativstation des Sana-Klinikums oder in Pflegeinrichtungen schenken sie ihnen einen Tel ihre Zeit, geben ihnen sowie den Angehörigen Halt in dieser schweren Situation. Die beiden hauptamtlichen Mitarbeiterinnen Marlene Brockhaus und Gabi Redepenning koordinieren den Hospizeinsatz. „Sie haben wirklich ein glückliches Händchen dafür“, lobt Antje Engels vom Vorstand. Schließlich müsse es zwischen beiden Seiten zwischenmenschlich passen. In Seminaren werden die Freiwilligen vorbereitet. In regelmäßigen Superversionen wird das Erlebte besprochen und verarbeitet, sodass keiner damit allein gelassen wird. Die Nachfrage nach dem ambulanten Angebot sei in den letzten Jahren gestiegen, sagt Krommes. Viele Todkranke wollen gerne Zuhause sterben. „Es gibt auch immer mehr Singles, die nicht mehr so in eine Familie eingebunden sind, aber auch den Wunsch nach Nähe haben“, nennt Stockbauer einen weiteren Grund. Deshalb ist das Ambulante Hospiz ständig auf der Suche nach weiteren Mitstreitern. Interessierte können sich jederzeit melden, sagt Krommes. Vor allem mehr Männer werden gesucht.

Darüber hinaus bietet der Verein eine kostenlose Trauerbegleitung sowie eine Beratung zu Themen wie die Patientenverfügung an. Mit der neuen EDV-Anlage sei man nun auch technisch auf dem neusten Stand. sagt Krommes. Die alte Anlage war sechs Jahre alt und musste dringend erneuert werden. Die Stadtsparkasse hat die Neuanschaffung mit einer Spende von 2000 Euro unterstützt.

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