Ausstrahlung am 10. Oktober: „Aktenzeichen XY“ soll Hinweise liefern

Ausstrahlung am 10. Oktober : „Aktenzeichen XY“ soll Hinweise liefern

Die Dreharbeiten zur TV-Sendung führten in die Remscheider Innenstadt.

Am 22. Juli 2016 verschwand die 15-jährige Remscheiderin Leonie spurlos. Jetzt zeichnet ein Team der Fernsehsendung „Aktenzeichen XY ... ungelöst“ ihr Schicksal nach. Die Dreharbeiten führten am Donnerstag auf die Alleestraße – dort, wo Leonie in das Auto eines Unbekannten stieg. Es war das letzte Mal, dass sie gesehen wurde. Polizei und Angehörige setzen ihre Hoffnungen darauf, dass Zeugen durch die Sendung auf den Fall aufmerksam werden, die Hinweise geben können. Ausgestrahlt wird die Sendung am 10. Oktober um 20.15 Uhr im ZDF.

Zuständig für die Dreharbeiten ist Regisseur Jochen Müller. „Der Film wird zwischen zwölf und 15 Minuten lang sein“, berichtet er über die Dokumentation, in der Szenen aus Leonies Leben nachgestellt werden. Im Mittelpunkt steht die Schlüsselszene – jener Augenblick, als die damals 15-Jährige in Höhe der Stadtsparkasse Abschied von ihrer Freundin nahm. Leonie winkte einem Mann zu, der am Rande der oberen Allee an einem schwarzen Kleinwagen lehnte. Nach einer Umarmung stieg sie in das Auto – sie nahm hinten Platz, er auf dem Vordersitz. Neben ihm saß ein ebenfalls unbekannter Fahrer.

Diese Handlung basiert auf den Beschreibungen der Freundin, die von einem separaten Fernsehteam interviewt wurde. „Wir sind für die Szenen zuständig, die nachgestellt werden. Ein Redakteur hat mit den Angehörigen gesprochen. Beides wird dann in dem Beitrag zusammengeschnitten“, erläutert der Regisseur.

Vivien Sczesny (17) übernahm die Rolle von Leonie und setzte sich zuvor mit ihrem Schicksal auseinander. „Ich habe alles über sie gelesen, was ich gefunden habe. Außerdem war es mir wichtig, zu erfahren, wie es ist, in Pflegefamilien zu leben.“ Denn genau dies bestimmte das Leben der heute 17-Jährigen, die lange Zeit vom Jugendamt betreut wurde. Die Dreharbeiten, die am Samstag abgeschlossen werden, führten bereits in den Stadtpark und auf die Sportanlage in Hackenberg. Die Zuschauer sollen Einblicke in den Alltag der jungen Frau erhalten. Dazu zählt auch ihre Lieblingsmusik. „Ich habe mir das angehört. Das ist ganz wilder Hardrock“, berichtet Darstellerin Vivien Sczesny.

Gemeinsam mit ihrer Schauspielkollegin Laura Stüttgen (20), die Leonies Freundin spielt, musste sie sich gestern in Geduld üben. Immer wieder wurden die Szenen auf der Alleestraße wiederholt, bis Regisseur Jochen Müller und Aufnahmeleiter Benjamin Frank zufrieden waren.

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