Remscheid Adler sind wieder gelandet

Remscheid · Am Ende mussten die Hobbyradler des RV Adler Lüttringhausen neu rechnen: Statt der avisierten 1400 Kilometer legten sie auf dem Weg von Remscheid in die slowakische Partnerstadt Presov 1519 Kilometer zurück, statt 10 000 Höhenmetern bewältigten sie gar 12 157. Der Grund: Die Messgeräte an den Fahrradlenkern sind genauer als das Kartenmaterial, mit dem geplant wurde. Und so manche Umleitung war nicht einzukalkulieren, erzählt Organisator Uli Bielefeld am Tag nach der Rückkehr nach Remscheid. Sonntag, 16 Uhr, waren die zehn Fahrer und ihre sieben Begleiter wieder am THW-Haus angekommen.

Es war eine Tour der Superlative: nicht nur, was die Strecke betrifft, sondern auch in Hinblick auf die Teilnehmer, sagt Bielefeld. "Das war die beste Truppe, die ich jemals geführt habe." Harmonie und Zusammenhalt seien toll gewesen, und auch, wie erfahrene Radler die Neuen im Team – darunter mit Birgit Henke und Sabine Schumann erstmals zwei Frauen – an die Hand genommen hätten, hat Bielefeld gefallen. Er selbst musste auf halber Strecke vom Fahrrad ins Begleitauto wechseln – zunächst aus gesundheitlichen, dann aus organisatorischen Gründen. Alle anderen aber haben durchgehalten.

"Es war eine Abenteuertour", erzählt Bielefeld, durch völlig unbekanntes Land, Länder, deren Sprache die Adler nicht sprechen, einsame Gegenden. Besonders haben den Organisator die blitzsauberen Dörfchen in der Slowakei mit unendlich freundlichen und hilfsbereiten Menschen beeindruckt. "Überall rissen sie Mund und Augen auf, wenn wir mit unserem Tross vorbeikamen." Schließlich gehörten auch zwei Begleitbusse dazu – auch diese ermöglicht von Remscheider Sponsoren.

Jetzt fehlt noch Wansbeck

Auch in Presov wurden die Remscheider, die inzwischen von einigen Pirnaern begleitet wurden, sehr freundlich empfangen. Eine Stadtführung, ein Abend mit dem Partnerschaftsverein und ein Empfang im Rathaus, bei dem die Adler der stellvertretenden Bürgermeisterin auch Beate Wildings Grüße überbrachten, gehörten dazu.

Nach Quimper, Pirna und Presov fehlt den Adlern jetzt nur noch das englische Wansbeck auf der Liste ihrer Partnerschaftstouren. Doch Uli Bielefeld winkt ab: Jetzt muss ein anderer zum Organisieren ran, sagt der 57-Jährige. Das hatte er nach der letzten Tour allerdings auch schon gesagt. . .

(RP)