Remscheid: 500 Herzluftballons für krebskranke Braut

Remscheid: 500 Herzluftballons für krebskranke Braut

Ein Remscheider plant einen Hochzeitsflashmob, für den dringend helfende Hände benötigt werden.

Tamara R. wird wohl nicht älter als 25 Jahre. Die junge Frau hat seit ihrem 18. Lebensjahr Krebs. Nun haben ihr die Ärzte gesagt, dass keine Therapie mehr anschlägt - sie hat nur noch wenige Monate zu leben. Ihr sehnlichster Wunsch: Sie will ihren Verlobten noch vor ihrem Tod heiraten. Freunde und Familie helfen dabei, innerhalb von fünf Wochen eine komplette Hochzeit auf die Beine zu stellen. Vom Hochzeitskleid bis zum Brautauto - fast alles ist für Freitag organisiert und größtenteils von Spenden finanziert. Jörn Hoormann, ein guter Freund von Tamara R., plant einen Hochzeitsflashmob, für den dringend helfende Hände benötigt werden.

Der 36 Jahre alte Remscheider kennt die junge Frau seit mehreren Jahren und hat auch ihren Leidensweg miterlebt. "Es macht mich einfach nur traurig", sagt er. Um ihren Hochzeitstag unvergesslich zu machen, hatte Hoormann die Idee, nach der Trauung 500 Herz-Luftballons in den Himmel steigen zu lassen. "Dafür brauchen wir aber dringend Freiwillige. Es wäre schade, wenn auf 500 Ballons nur 20 Leute kämen."

Die Ballons und das Helium hat Hoormann bereits organisiert. Auf Facebook hat er sein Anliegen gepostet. Über 120 Nutzer haben den Beitrag bereits kommentiert, viele von ihnen haben angeboten, bei dem Hochzeitsflashmob zu helfen.

  • Herzluftballons steigen in den Himmer. (Symbolbild)
    Hochzeitsflashmob geplant : 500 Herzluftballons für krebskranke Braut in Schwelm

"Ich finde es ganz toll, wie viele fremde Menschen sich bereit erklären, Tamara einen unvergesslichen Tag zu bereiten", sagt er. Die Freunde seien bei der Planung und der Organisation der Hochzeit immer wieder von wildfremden Menschen mit Spenden oder Hilfe überrascht worden. Auch die Braut selbst ist von der Hilfsbereitschaft gerührt. "Ohne meine Freunde hätte ich das niemals bewältigen können. Ich finde, dass jede helfende Hand ein großes Lob verdient hat", sagt sie.

Die Ballons sollen am morgigen Freitag gegen 12.15 Uhr in den Himmel steigen. Treffpunkt für die Aktion ist das Haus Martfeld in Schwelm. "Alle Ballons werden von uns befüllt, niemand braucht etwas mitbringen", sagt Hoormann. Nur haltende Hände werden gebraucht, die im richtigen Moment loslassen können. Hoormann hat auf Facebook eine Veranstaltung erstellt, bei der Freiwillige zusagen können und noch mehr Informationen erhalten.

(skr)