31. Orgelsommer in Remscheid: "Orgelmusik ein Leben lang"

Vier Konzerte in Remscheid : Die Orgel als Begleiter durch das Leben

Beim 31. Orgelsommer spielen fünf Musiker zwischen Anfang 20 und Mitte 70 im Tannenhof.

Der August naht – und damit wieder vier Pflichttermine für alle Freunde konzertanter Orgelmusik. „Orgelmusik ein Leben lang“ heißt das Motto des 31. Orgelsommers in der Kirche der Evangelischen Stiftung Tannenhof. Und das ist ganz wörtlich zu nehmen, wie Pfarrerin und Organisatorin Barbara Schröder-Möring am Montag sagte: „Beim letztjährigen Sommer ging es um die verschiedenen musikalischen Epochen, diesmal hören wir Organisten ganz unterschiedlichen Alters.“

Den Auftakt am Mittwoch, 7. August, macht mit Wolfram Rehfeldt aus Ravensburg der älteste der insgesamt fünf Organisten. Der 74-jährige Professor für Orgelliteratur und -improvisation an der Hochschule für Kirchenmusik in Rottenburg wird sich nicht nur Werken bekannter Komponisten wie Johann Sebastian Bach oder Johannes Brahms widmen, sondern auch einige eigene Werke und Musik unbekannterer Komponisten wie Sigfrid Karg-Elert oder Johann Gottfried Walther präsentieren.

Kein Unbekannter in Remscheid ist Kreiskantor Johannes Geßner, der, wie Barbara Schröder-Möring sagte, das „untere mittlere Alter repräsentiert“. Er wird Werke von Bach und Dieterich Buxtehude präsentieren, sein Auftritt wird am Mittwoch, 14. August, sein. Ein Doppelkonzert wird es dann am Mittwoch, 21. August, mit den beiden jungen Organisten Martin Dowidat und Martin Honsberg geben. „Der Termin liegt mir besonders am Herzen, da er als Konzert für die ganze Familie angelegt ist. Das spiegelt sehr schön das Orgelsommer-Motto wieder“, sagte Schröder-Möring. „Die beiden Musiker präsentieren ihre teils sehr modernen Stücke nicht en bloc, sondern abwechslend“, sagte die Pfarrerin, die zusammen mit vier Gemeindegliedern im Musikausschuss die kulturellen Veranstaltungen der evangelischen Kirchengemeinde in der Stiftung Tannenhof plant. So werde es neben der „Triosonate“ von Hugo Distler auch ein Stück der Popband „Coldplay“ oder einige Teile aus dem „Karneval der Tiere“ von Camille Saint-Saens zu hören geben.

Das „obere mittlere Alter“, wie Barbara Schröder-Möring sagte, werde dann zum Abschluss am Mittwoch, 28. August, von Silke Hamburger repräsentiert. Die Mittfünfzigerin hätte eigentlich schon im Vorjahr auftreten sollen, war dann jedoch erkrankt. „Von Silke Hamburger gibt es Stücke von Max Reger, Wolfgang Amadeuzus Mozart und ebenfalls Bach zu hören“, sagte die Pfarrerin. Sie freue sich schon sehr auf die Konzerte: „Vor allem auch deswegen, weil ich gespannt bin, welche Schwerpunkte im jeweiligen Spiel zu hören sein werden, abhängig vom jeweiligen Alter“, sagte Pfarrerin Schröder-Möring. Da der Orgelsommer immer unter einem ­Motto stehe, sei die Planung nicht immer ganz einfach. „Diesmal war es besonders schwer, Organisten unter 30 Jahren zu finden“, sagte die Pfarrerin. Umso schöner sei es da, dass es dann gleich zwei geworden sind.

Der Eintritt zu allen Konzerten ist wie immer frei, Beginn ist jeweils um 19 Uhr.

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