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Zeugen melden Reifen und Autoteile im Wald in Ratingen

Wilde Müllkippe in Ratingen : Unbekannter entsorgt Müll in Hösel

Spaziergänger in Hösel fanden am Samstag rund 50 illegal entsorgte Autoreifen und weiteren Müll im Wald. Umweltdelikte dieser Art häufen sich offenbar seit Ausbruch der Pandemie.

(abin) Spaziergänger stolperten am vergangenen Samstag über eine ausgedehnte wilde Müllkippe in einem Waldstück in Hösel. Unbekannte hatten dort Dutzende von Autoreifen und diversen anderen Müll entsorgt. Die Zeugen riefen die Polizei.

Daniel Uebber, Sprecher der Kreispolizei, bestätigt: „Nach dem Anruf haben Beamte den Fundort am Samstagabend in Augenschein genommen. Wir fanden dort rund 50 Autoreifen, Autoteile und anderen Müll vor. Wir haben die Angelegenheit an das Ordnungsamt der Stadt Ratingen übergeben.“

„Die Kommunalen Dienste waren bereits vor Ort und haben die Ablage in Augenschein genommen. Am Dienstag erfolgt die Abholung und Entsorgung“, berichtet die Stadtverwaltung am Montagmorgen. „Die vorgefundenen Abfallsäcke werden nach Hinweisen auf einen potenziellen Verursacher durchsucht“, so Christian Stollenwerk von der Stadt Ratingen.

Was den Verursacher möglicherweise im Anschluss erwartet, steht noch nicht fest. „Zusätzlich zu den abgelegten Reifen gibt es auch noch Abfälle, die sich in Säcken befinden, und die bei der Höhe des Bußgeldes ebenfalls berücksichtigt werden müssen“, so Stollenwerk. Die „Strafe“ hängt von mehreren Faktoren ab: vom Ort der Ablage und der Art und Menge des Abfalls. „Ahndungsmöglichkeiten sind entweder ein Verwarngeld oder ein Bußgeld“, so die Verwaltung.

Anders verhält es sich, wenn umweltgefährdende Stoffe wild entsorgt werden. „Dann handelt es sich nicht (mehr) um eine Ordnungswidrigkeit, sondern bereits um eine Straftat“, so die Stadt.

Erst vor rund vier Wochen fanden Spaziergänger auf einem Wanderweg hinter der Goldkuhle eine große Menge Unrat, darunter auch Altreifen und Ölkanister. Auch hier rückten die Stadt Ratingen zur Beseitigung aus.

Petra Eichmann von den Kommunalen Diensten der Stadt bestätigte seinerzeit, dass sich Umweltdelikte dieser Art seit Ausbruch der Pandemie häufen.