Heiligenhaus: Wirtschaftsförderer stellen sich neu auf

Heiligenhaus: Wirtschaftsförderer stellen sich neu auf

Mit der Vermarktung des Innovationsparks haben Peter Parnow und Anne van Boxel alle Hände voll zu tun.

Viele Aufgaben, nur wenige Schultern für die Wirtschaftsförderung. Da sorgte die Nachricht, dass Mitarbeiterin Anne van Boxel dem Fachbereich auch weiterhin erhalten bleibt, am Donnerstagabend bei den Mitgliedern des gleichnamigen Ausschusses für sichtbare Erleichterung (eigentlich stand für sie ein Wechsel in die Rechnungsprüfung an). Die personelle Ausstattung der Abteilung und ihr Aufgabenbereich stehen derzeit ohnehin im Fokus, denn hier soll umstrukturiert werden und zwar so, dass sich die Wirtschaftsförderung fortan ausschließlich ihrer Kernkompetenz widmen kann. Der Betreuung von Unternehmen.

Denn mit der Entwicklung und Vermarktung des Gewerbegebietes "Innovationspark" zwischen Friedhofsallee und Ratinger Straße, hat die zweiköpfige Crew aus van Boxel und dem Chef-Wirtschaftsförderer Peter Parnow ein weiteres gewaltiges Aufgabenpaket vor der Brust, das zusätzlich zu einem ohnehin schon umfangreichen Bereich dazu kommt. Derzeit gehören aber auch die Öffentlichkeitsarbeit und der Kultur/Tourismus-Bereich in dieses Ressort. Das soll sich ändern, kündigt Bürgermeister Michael Beck an. So fragte die SPD am Donnerstag zum wiederholten Male nach dem Sachstand eines Wirtschaftsförderungskonzeptes, das oft angefragt, immer noch auf sich warten lässt. Das sei vor allem mit Blick auf die Vermarktung des Innovationsparks notwendig, finden die Sozialdemokraten.

"Das Ziel war, spätestens zur Eröffnung des A44-Teilabschnitts ein Konzept zu haben. Das ist trotz der Verzögerung im Autobahnbau immer noch nicht gelungen", mahnt Kramer an, der weiterhin kritisierte, dass Teile der Diskussion in den nicht-öffentlichen Teil der Sitzung verschoben wurde und eine Tischvorlage sehr kurzfristig eingereicht worden sei. "Der Arbeitskreis Wirtschaftsförderung hat im letzten Jahr überhaupt nicht getagt. Das können wir so nicht hinnehmen." Das gestand auch Bürgermeister Beck ein, der erklärt, dass dafür nun zwei Treffen geplant sind, "um das notwendige Tempo aufzunehmen." Mit ersten Interessenten sei Parnow auch bereits im Gespräch.

Weitere sollen zukünftig durch Plakatwände aufmerksam werden, deren Platzierung derzeit geprüft wird - was allerdings darauf zu sehen sein wird, darüber scheint noch Unklarheit zu herrschen. "Die Werbung für die Fläche kommt fast zu spät", kritisierte auch Manfred Gries (CDU). Auch der Name des Gewerbegebietes scheint, so Aussagen des Ausschussvorsitzenden Axel Pollert, nicht eindeutig geklärt. Parnow: "Wie stehen kurz vor den Haushaltsberatungen, wie wir das Budget der Wirtschaftsförderung nutzen oder das Thema komplett in den Bereich der SBEG (städtische Stadt- und Bodenentwicklungsgesellschaft) ist noch unklar." Im Prüf- und Genehmigungsverfahren steht derzeit die Flächen des Bebauungsplans Nr. 57 (im nördlichen Bereich), hier wurde bereits der Satzungsbeschluss durch den Rat gefasst.

Die Inkraftsetzung dieses Bebauungsplanes kann erst erfolgen, wenn die Genehmigung der 33. Flächennutzungsplan-Änderung vorliegt. Ausgearbeitet wird derzeit auch der Bebauungsplan Nr. 58. (direkt an der Ratinger Straße). "Die Verwaltung geht davon aus, dass der B-Plan-Entwurf in der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt am 24. April zur öffentlichen Auslegung beschlossen wird.", heißt es in der Vorlage.

Parnow: "Wir reden hier von 100 000 Quadratmetern Netto-Gewerbefläche." Für die Flächen südlich der Autobahn A 44 ist die Änderung des Flächennutzungsplanes erforderlich

(sade)