Heiligenhaus: Wirte sehen sich im Aufwind

Heiligenhaus : Wirte sehen sich im Aufwind

Geschafft: Seit gestern hat das Bella Italia in Heiligenhaus am neuen Standort an der Hauptstraße 257 eröffnet. Mit dabei waren 65 Gäste, die weit vorher reserviert hatten - ausgebucht. Und heute Abend wird es genauso aussehen: Volles Haus auch am zweiten Eröffnungstag.

Einen Tag vorher hatten Michael Beck als derzeit höchster Verwaltungsmann und kommissarischer Bürgermeister sowie Anne van Boxel von der Wirtschaftsförderung vorbei geschaut. "Das ist erstaunlich, was die Familie überwiegend in Eigenleistung aus dem Lokal gemacht hat", meinte Beck. "Kein Vergleich mehr zu dem vorherigen Zustand." Viele Rathaus-Mitarbeiter hätten das Bella Italia bereits am alten Standort gegenüber vom Rathausplatz zu schätzen gewusst und auch die eine oder andere geschäftliche Besprechung konnte dort abgehalten werden."Und auch hier werden wir sicher wieder öfter einkehren. Zumal man sich dann noch ein wenig die Beine vertreten kann."

Generell seien die gastronomischen Angebote in der Stadt sehr vielfältig und wichtig für die weitere Entwicklung. "Mit der Umgestaltung der Hauptstraße haben wir die Grundlage gelegt für eine Verweilqualität in der Innenstadt. Die Gastronomen tragen da einen wichtigen Teil zu bei. Sie können dafür sorgen, dass die Innenstadt stärker frequentiert wird." Das vorhandene Angebot ergänze hervorragende die Maßnahmen der Stadtverwaltung wie beispielsweise der sehr gut angenommene Feierabend-Markt einmal im Monat.

Man sei aber auch weiterhin auf der Suche nach weiteren Restaurants, die für noch mehr Leben nicht nur im Stadtkern sorgen könnten. Im Stadtmarketing-Arbeitskreis Gastronomie wären sie auf jeden Fall gut betreut und aufgehoben. Zum Beispiel warte man auf das asiatische Restaurant, das an der "Stadtpforte" gegenüber von REAL einziehen soll. Allerdings hat hier der Investor noch nicht alle Mieter beisammen. "Er ist jetzt fast in der Vollvermietung, aber nach unseren Informationen fehlt noch ein interessierter Einzelhändler für eine rund 800 Quadratmeter große Fläche", sagt Anne van Boxel. Die Angebote im Stadtkern würden hervorragend ergänzt durch beispielsweise das Kult-Kaffee mit angeschlossener Rösterei und die Schlemmerterrasse. "Hier hat zwar der aktuelle Pächter eine andere Lokalität angenommen, aber ein Nachfolger ist wohl bereits gefunden", weiß van Boxel vom Eigentümer.

Generell stünden die Chancen, für die Stadt noch neue gastronomische Angebote zu finden, nicht schlecht. "Inzwischen haben auch die Brauereien Heiligenhaus wieder entdeckt", sagt Michael Beck. "Hier hat die Information, dass wir Hochschulstandort sind, ein bisschen länger gebraucht. Aber das scheint mit ein Grund dafür zu sein, dass wir wieder etwas stärker in den geschäftlichen Fokus dieser Branche gerückt sind." Doch erst mal standen die kulinarischen Köstlichkeiten der Golizias im Mittelpunkt: Familienoberhaupt Giuseppe und Schwiegersohn Waldemar Walter kredenzten kleine Köstlichkeiten, die ersten Pizzen aus dem neuen Ofen und die Neuigkeiten auf der Speisekarte: Selbst gemachte Kartoffelstäbchen und Kroketten als Beilagen.

(stemu)