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Ratingen: Wie man Stromkosten spart

Ratingen : Wie man Stromkosten spart

Zahlreiche Ratinger Haushalte könnten durch einen Wechsel des Anbieters an ihrer Stromrechnung sparen. Die Verbraucherberatung NRW rät, beim Umgang mit Online-Tarifrechnern auf richtige Voreinstellungen zu achten.

Die Monopolkommission hat es in einem Sondergutachten im Herbst 2011 wieder festgestellt: Deutschlands Stromkunden könnten bei der Wahl eines anderen Stromanbieters jährlich einen Milliardenbetrag einsparen. Ein Drei-Personen-Haushalt mit einem Verbrauch von 4000 Kilowattstunden (kWh) hätte demzufolge im Jahr bis zu rund 25 Prozent geringere Stromkosten. Dabei hat die Monopolkommission auch herausgefunden, dass die örtlichen Stadtwerke und die großen Konzerne eher zu den teuren Anbietern gehören.

Der Blick auf die Strommärkte zeigt zudem, dass die Kosten, unter anderem hervorgerufen durch den anstehenden Netzausbau, in Zukunft weiter steigen werden.

Wie also sollte ein interessierter Ratinger vorgehen, um seine Stromkosten zu reduzieren? Als erster Schritt sollte geprüft werden, zu welchem Termin eine Kündigung bei dem bisherigen Versorger erfolgen kann. Anschließend empfiehlt sich ein Stromvergleich auf einem der zahlreich im Internet vorhandenen Tarifrechner.

Dabei gibt es allerdings Verschiedenes zu beachten: Da von den Rechnern beim Kostenvergleich eines Dumeklemmers in der Regel der Grundtarif der Stadtwerke Ratingen als Vergleichswert eingesetzt wird, müssen Kunden, die in der Vergangenheit auf einen Spartarif umgestiegen sind, diesen entsprechend in der Voreinstellung auswählen. Aber gleichgültig, ob Grund- oder Spartarif: Es gibt meist noch genügend Sparpotenzial. Liegen beispielsweise bei den Stadtwerken Ratingen bei einem Jahresverbrauch von 4000 kWh die Stromkosten bei rund 930 Euro, so betragen diese beim günstigsten Mitbewerber ohne Ansatz eines Wechselbonus etwa 797 Euro, immerhin eine Ersparnis von gut 14 Prozent.

Peter Blenkers, Energieexperte der Verbraucherzentrale NRW, empfiehlt außerdem: "Voreinstellungen, die man aus Vergleichsgründen nicht haben möchte, sollte ein Interessent deaktivieren. Hierzu gehören zum Beispiel der Neukunden-Bonus oder ein Paketpreis. Sinnvoll ist es ohnehin, immer nur einen Anbieter zu wählen, bei dem sich auch ohne Ansatz eines einmaligen Bonus der Wechsel lohnt."

Hat sich der Verbraucher nun zu einem Wechsel entschieden, geht die Abwicklung in der Regel relativ einfach. Von dem neuen Anbieter erhält man einen Liefervertrag, den man ausgefüllt und unterschrieben an diesen zurücksendet. Gleichzeitig erteilt man dem neuen Versorger auch eine Vollmacht zur Kündigung des bisherigen Liefervertrages.

"Das sind zwischenzeitlich millionenfach praktizierte Abläufe, die in der Regel ohne Probleme funktionieren", ergänzt der Experte der Verbraucherzentrale. Und: "Angst, dass der neue Vertragspartner, wie beispielsweise bei der Firma Teldafax geschehen, zahlungsunfähig wird und man dadurch als Kunde Geld verliert, braucht man dann nicht zu haben, wenn keine Vorkasse oder Kaution geleistet wurde. Hiervon raten wir grundsätzlich ab. Und auch die Gefahr, dass in einem solchen Fall kein Strom mehr geliefert wird, besteht nicht. Denn im Falle einer Insolvenz eines Versorgers fällt ein Kunde automatisch in die Ersatz-/ Grundversorgung des örtlichen Versorgers zurück und wird von diesem dann wieder mit Strom beliefert", so Blenkers. FRAGE DES TAGES

(gos)