Ratingen Westbahn: SPD will alten Lärmschutzwall

Düsseldorf · West (JoPr) Eine Idee für einen preiswerten Lärmwall an der Westbahn hat jetzt SPD-Fraktionschef Christian Wiglow in die endlose Diskussion um die Verbesserung des Lärmschutzes geworfen. Durch Zeitungsberichte sei er darauf aufmerksam geworden, dass die Bahn im Rhein-Main-Gebiet an einer ICE-Strecke untaugliche Lärmwände wieder demontieren müsse: Die Wände hielten dem Sog des vorbeirasenden Zuges nicht stand und brachen zusammen.

An der Güterstrecke durch West und Lintorf jedoch, so Wiglow in einem Schreiben an die Bahn AG, könnten die Aluminium-Wände "die Situation nachhaltig verbessern".

Wiglow: "Die Westbahn gehört zu den am stärksten belasteten Güterstrecken der Region. Jetzt schon wird diese Westbahn von rund 250 Zügen am Tage mit Geschwindigkeiten bis 100 Kilometern pro Stunde befahren wird, die zu einer Lärmbelastung von 90 db (a) führen." Im Jahr 2001 sei ein kleiner Streckenabschnitt in Süd in die Liste der "vordringlichen Härtefälle für eine Lärmsanierung an bestehenden Eisenbahnstrecken" aufgenommen worden. "In 2003 wurde dann auch eine Lärmschutzwand errichtet, allerdings wegen der Stichtagsregelung in den Förderrichtlinien 170 Meter kürzer als erforderlich gewesen wäre. Interventionen, eine Härtefallregelung zu erreichen, waren nicht von Erfolg gekrönt", so Wiglow. Er hofft, dass die Bahn die nicht mehr benötigten Wände in Ratingen installiert.

(RP)
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