Ratingen: Werben um Nachwuchs

Ratingen: Werben um Nachwuchs

Am Montagabend trafen sich die Mitglieder der DRK-Ortsgruppe zur Jahreshauptversammlung. Dabei wurde Bilanz über das vergangene Jahr gezogen. Sinkende Mitglieder- und Spendenzahlen bereiten dem Vorstand Sorgen.

Ein volles Programm hatten die Mitglieder der Ortsgruppe des Deutschen Roten Kreuz (DRK) am Montagabend im Freizeithaus in West abzuarbeiten. Die Jahreshauptversammlung stand mit einer proppevollen Tagesordnung an. Fazit: Das DRK in Ratingen blickt auf ein erfolgreiches, aber auch schwieriges Jahr zurück. Erfolgreich, weil das DRK auch im vergangenen Jahr seine Arbeit erfolgreich durchgeführt hat. Schwierig, weil der Ortsverband mit der Mitgliederzahl und sinkenden Spenden und Zuschüssen von der Stadt zu kämpfen hat.

"Wir brauchen mehr Nachwuchs", erklärte der Vorsitzende Holger Kirchmann. Um genau zu sein: Wo Mitglieder und Spenden wegfallen, kommt nichts mehr nach. Dennoch, Kirchmann ist zufrieden mit dem Jahr 2009. Der Behindertenfahrdienst laufe sehr gut und sei mit zwei neuen Fahrzeugen gut ausgestattet. Ebenfalls zufrieden war er auch mit dem Blutspendedienst und dem Mehrgenerationenhaus Klompenkamp.

Gerade am Klompenkamp wurde das Angebot deutlich ausgeweitet und auch die Nachbarschaft in die Angebote mit einbezogen. Dazu gehören die Kindertagesstätten genauso wie die Kirche oder das Haus Salem. Netzwerkbildung ist dort die Devise, damit alle von gemeinsamen Veranstaltungen und Kursen profitieren.

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Mit Blick auf sinkende Mitglieder- und Spendenzahlen legt man beim DRK das Augenmerk auf Werbung für ehrenamtliche Helfer. Ehrengast auf der Versammlung war deshalb Ina Bisani, die Projektkoordinatorin von "Unternehmen Zukunft – Freiwilligendienste in Ratingen". Sie stellte den Anwesenden die Arbeit der Freiwilligenbörse Ratingen und deren Nutzungsmöglichkeiten vor. Das Prinzip der Freiwilligenbörse: Dort finden Angebote und Suchende zueinander. Wer sich gerne ehrenamtlich engagieren möchte, aber nicht weiß, wo und wie, kann sich bei der Freiwilligenbörse informieren und passende Angebote finden. Beim DRK möchte man auf diese Weise ebenfalls neue Helfer finden.

Da passte es am Montagabend hervorragend, dass der Erste stellvertretende Bürgermeister David Lüngen drei Ehrenamtskarten überreichte. Diese gingen als Dank für ihre langjährige Arbeit an Josef van Neuss, Ellen Schug und Christine Peine. Außerdem wurden Heiko Breidenbach (35 Jahre), Andrea Breidenbach (20 Jahre) und Gisela Weigand (fünf Jahre) für ihre lange Mitgliedschaft beim DRK geehrt.

(RP)