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Wer Gott sucht, sucht die Veränderung

Angedacht : Wer Gott sucht, sucht die Veränderung

Der Alltag hat uns wieder eingeholt. All die Feiertage um Weihnachten, Neujahr und die Heiligen Drei Könige sind vorbei, jetzt heißt es erst mal wieder Alltag.

Auch in der Kirche ist die Weihnachtszeit zu Ende und wir haben neu begonnen, die regulären Sonntage des Jahreskreises zu feiern. Man könnte sagen, es ist wieder Normalität eingekehrt. Aber ist das schon alles? Muss man sich nun einfach damit abfinden, dass alle guten Vorsätze des neuen Jahres, all die weihnachtliche Hoffnung auf Frieden möglicherweise doch erneut um ein Jahr verschoben werden müssen?

Es ist wahr, wir messen unsere Zeit in Jahreskreisen, aber trotzdem: es gibt ein Anfang und ein Ende, ein Grund und ein Ziel. Der Wunsch Gottes, sich in unserem Leben ebenso zu zeigen wie in der Krippe im Stall von Bethlehem, bleibt bestehen. Auch ein Monat nach Weihnachten. Nichts bleibt, wie es war. Für Josef und Maria waren die dramatische Geburt und die aufregenden Tage danach erst der Beginn eines großen Abenteuers mit ungewissem Ende.

Sicherlich hat der heranwachsende Jesus die beiden nicht nur einmal überrascht. Lassen auch wir uns in diesem neu begonnen Jahr von Gott überraschen! Dann kann unser alltägliches Leben mehr sein als „nur“ Alltag, sondern vielmehr eine ständige und immer neu aufbrechende Suche nach Gott. Wer Gott sucht, sucht die Veränderung – eine Veränderung zum Guten, zum Schönen, zum Lebendigen. Das Unglaubliche an dieser Suche ist, dass Gott selbst uns zusichert, sich finden zu lassen.

Die Suche nach Gott oder allein schon der Wunsch danach reicht aus, um von Gott überrascht zu werden – von dem, was Gott in unserem Leben neu schaffen kann, überrascht zu werden. Paulus, der große Apostel der Urkirche, schreibt in einem Brief an die Gemeinde in Korinth: „Wenn also jemand in Christus ist, dann ist er eine neue Schöpfung: Das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.“