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Heiligenhaus: Wassermangel hat nun einen Bürgerverein

Heiligenhaus : Wassermangel hat nun einen Bürgerverein

Ein kleines Team um Initiator Bastian Böhner will im Stadtteil einiges bewegen. Ideen gibt es reichlich.

In den 50er Jahren wuchs innerhalb weniger Jahre der Stadtteil Wassermangel. Aus dem damaligen "Flüchtlings-Bundesdorf samt Mietwohnungen und Eigenheimen" ist - von Panoramaradweg und Wald eingerahmt - längst ein beschauliches Wohngebiet geworden. "Ich fühle mich in der Wassermangel wohl und lebe gerne hier", sagt Bastian Böhner, der sein halbes Leben hier verbracht hat. Er hatte eine Idee, die den Stadtteil nun bewegen soll: Am 24. Juni hat er gemeinsam mit einer kleinen Gruppe den Grundstein für den "Bürgerverein Wassermangel" gelegt und gemeinsam hat das sechsköpfige Vorstandsteam unter dem Motto "Gemeinsam sind Viele und erreichen mehr" viel vor. "Hier liegt so viel Potential, das müssen wir nutzen", sagt der Familienvater. "Es findet gerade ein Generationenwechsel statt, junge Familien kommen, aber auch ältere Menschen leben noch hier. Generell ist die Wassermangel, wie ich finde, sehr familiär geprägt. Das möchten wir auf unseren Verein übertragen." Noch gibt es für die Vereinsgründung formale Dinge zu klären, ab August können dann Mitglieder beitreten. "Schon jetzt ist die Resonanz groß. Per Mail kommen die ersten Anfragen, aber auch persönlich werden wir jetzt immer öfter angesprochen", freut sich der frisch gebackene Vorsitzende und Vereinsgründer. Die Liste mit Ideen für das Vereinsleben ist dabei schon jetzt lang: "Es wird regelmäßige Stammtische im Dorfkrug geben, da kann man uns kennen lernen, aber wir können auch über wichtige Themen sprechen." Dazu sind Stadtteilfeste angedacht oder auch Kooperationen: "Als erstes fiel mir da natürlich die SSVg ein, man könnte Rehasport anbieten oder Sportangebote für Kinder, wie zum Beispiel Fußball. Das wäre eine Win-Win Situation für alle." Das Schulgelände, das bald die St. Suitbertus-Grundschule beherbergen wird, böte sich ebenfalls an: "Vielleicht für einen gemeinsamen Martinszug samt Martinsfeuer." Auch mit dem Reiterhof Rossdelle könne er sich eine Zusammenarbeit vorstellen. Ideen Aber auch politisch gibt es heiße Eisen, die, vom Bürgerverein angepackt, mehr Gehör bekommen: "Anwohner berichten, dass die Talburgstraße abends immer mehr zur Rennstrecke wird. Vielleicht kann man im Rahmen der Baumaßnahme, die ansteht, baulich etwas dagegen tun. Mit Blitzwagen ist es nicht getan." Auch die Zukunft des Bundeswehrareals ist ein wichtiges Thema. "Ein Termin mit Bürgermeister Beck steht an. Da wollen wir uns vorstellen und darüber reden, wie die Zusammenarbeit mit der Stadt aussehen kann." Das dürfte beim Stadtoberhaupt für offene Ohren sorgen, der das Ehrenamt in der Stadt stets hervorhebt. Eine Webseite ist ebenfalls in Arbeit. Weitere Informationen gibt es schon jetzt auf www.facebook.com/Buergervereinwassermangelheiligenhaus oder unter bvwheiligenhaus@web.de.

"Für Neu-Mitglieder habe ich ein digitales Begrüßungspaket geschnürt, mit Willkommens-Schreiben, Mitgliedsurkunde und noch etwas mehr. Und wer digital nicht erreichbar ist, der wird persönlich besucht", kündigt Chef Bastian Böhner an.

(sade)