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Wasserburg Haus zum Haus: Junge Sänger beeindrucken in Ratingen

Talentbühne : Junge Sänger beeindrucken

Sänger der Robert Schumann Hochschule geben Konzert in der Wasserburg.

(RP) Eine Schar von 15 jungen Sängern der Robert Schumann Hochschule Düsseldorf aus der Opernklasse von Prof. Thomas Gabrisch gastierten beim Neujahrskonzert im Konzertsaal der Wasserburg.

Zum Auftakt beeindruckten Ilja Aksionov, Nihal Azak und Amy Frega mit den Arien des Tamino, der Königin der Nacht und der Pamina aus der Zauberflöte und bewiesen, welch hohes musikalisches Niveau die Studierenden bereits erreicht haben. Ausschnitte aus „Figaros Hochzeit“, dem Opernprojekt der Klasse, präsentierten sie mit großartigen Stimmen voller Esprit, mal spritzig, mal schmelzend. Laurin Siebert überzeugte mit sonorem Bass als Figaro und im Verlauf des Abends mit Colline aus „La Bohème“. Lara Grote bezauberte mit der Arie des Cherubino, die Sopranistinnen Amy Freda und Inga Balzer als Susanna und Gräfin mit dem beliebten Briefduett. Mit dem tumultartigen, achtstimmigen Finale des 2. Aktes endete der Mozartteil.

Thomas Gabrisch, der im Wechsel mit Indira Farabi am Flügel den Orchesterpart übernahm, und Ensembleszenen schwungvoll dirigierte, führte das Publikum mit pointierter Moderation durch das Programm und half zu den Inhalten auf die Sprünge. Im zweiten Teil ein Reigen aus Opern des ausgehenden 19. zum 20. Jahrhunderts, beginnend mit dem „Lied an den Mond“ der Ruselka von Dvorak, voller Inbrunst mit großem Stimmvolumen dargeboten von Ahreum Yang. Die Koloraturen der Puppe Olympia aus Hoffmanns Erzählungen meisterte Anna Rabe spielerisch und mit Witz. Mezzosopranistin Valerie Eickhoff interpretierte mit warmem Timbre gefühlvoll als Niklas ihre unerfüllte Liebe.

Danach eine hinreißende Madame Butterfly mit glockenhellem Sopran von Katharina Woesner. Das Programm endete mit dem charmanten Vorspiel zur dramatischen Oper „Ariadne auf Naxos“ von Richard Strauss, parodistisch entworfen, komödiantisch dargeboten im schnellen Wechsel der Stimmen. Zum Dank für den begeisterten Applaus des jubelnden Publikums gab es als Zugabe einen champagnerseligen Chor aller Mitwirkenden mit „Brindisi“ aus „La Traviata“.