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Was ist innovativ am Gewerbepark Heiligenhaus?

Tiefbauarbeiten bis Ende des Jahres : Was ist innovativ am Gewerbepark?

Der neue Innovationspark entlang der Ratinger Straße soll besonders auf Nachhaltigkeit setzen.

Bereits im vergangenen Jahr hatte der stellvertretende japanische Generalkonsul sich angeschaut, wo der Heiligenhauser Innovationspark entstehen soll. Im September dieses Jahres folgten ihm 20 Vertreter der japanischen IHK zu Düsseldorf, die sich die grünen Anhöhen in der „weiteren Düsseldorf-Region“ angeschaut haben, auf denen sie bauen könnten.

Vorgestellt hat Eva Lupprian von der Wirtschaftsförderung ihnen auch das Netzwerk der Schlüsselregion, die Firma IMS und den Fachbereich „Robotik“ des Campus Velbert/Heiligenhaus. Die Kontakte ins Land der aufgehenden Sonne hat Kämmerer Björn Kerkmann von seiner vorherigen Wirkungsstätte mitgebracht, die Hoffnung beim Chef der Finanzen, dass sie in Heiligenhaus investieren, ist groß. Lupprian berichtet: „Die ersten Rückmeldungen sind positiv, wir haben das Interesse gewonnen und man hat uns als dynamischen Standort kennen gelernt.“ Es gebe Anschlusskontakte und mindestens das ein oder andere Projekt, mit dem zu rechnen sei.

Es könnten also Japaner zu den zukünftigen Nachbarn der Firma „R+M de Wit“ in Heiligenhaus gehören. Die Firma ist der offizielle Name und derzeit bereits mit den konkreten Bauplanungen für die Firmenansiedlung auf 22.000 Quadratmetern im Innovationspark beschäftigt. Für den neuen technischen Beigeordneten der Stadt Heiligenhaus, Andreas Sauerwein, ist das Gewerbegebiet „Innovationspark“ das wichtigste Projekt in der Stadt.

Mit der tiefbaulichen Erschließung des ersten Teilbereichs werde man voraussichtlich noch in diesem Jahr fertig. „Es fehlen noch Regen- und Klärbecken. Aber theoretisch könnte ab sofort mit dem Hochbau begonnen werden.“

Während im Gelände selbst, die Arbeiten voll im Zeitplan liegen, werden im Rathaus die nächsten Schritte angegangen. Dazu gehört auch der Plan, ab Januar das Marketing für interessierte Unternehmen zu intensivieren. Ein neues Logo, eine aussagekräftige Homepage gehören dazu. Auf der sollen auch konkrete Maßnahmen aufgezeigt werden, wie genau sich Heiligenhaus die Innovation vorstellt. Dazu gehöre auch die Lage selbst. „Umgebung und Landschaft, das ist ein Wert, der bei Mitarbeitern für Aufenthaltsqualität sorgt und damit auch für Mitarbeiterbindung.“

Derzeit sei man auch mit dem Fachbereich Jugend in Gesprächen, um Kinderbetreuungsmöglichkeiten für Mitarbeiter zu ermöglichen. „Wichtig ist uns, dass der Service aus einer Hand kommt. Vom ersten Gespräch bis zum Bau.“

Und dabei setzen die Heiligenhauser vor allem auf die Kernthemen Nachhaltigkeit und Klimaschutz, sowie auf Netzwerke. Stichworte sind hier extensive Dachbegrünung, Photovoltaik und Elektromobilität.

Einen innovativen Ansatz findet Sauerwein auch im Umgang mit dem Niederschlagswasser. „Eine Reduzierung von Abwasser bedeutet auch eine enorme Ersparnis für die Firmen.“ In der Wärme- und Kälteversorgung, wie auch in der Stromlieferung werden derzeit Konzepte mit den Heiligenhauser Stadtwerken ausgearbeitet. „Wir wollen grün als Marke etablieren“, sagt der technische Beigeordnete.