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Heiligenhaus: WAHL moniert rathausinternes Stühlerücken

Heiligenhaus : WAHL moniert rathausinternes Stühlerücken

Die Wahl Alternative Heiligenhauser Liste (WAHL) beantragt für die Ratssitzung im Juni die Einrichtung eines Tagesordnungspunktes "Umzug des Bürgermeisterbüros, des Standesamtes (Trauzimmer) und des Sozialamtes". Die Fraktion bittet die Verwaltung um die Aufstellung aller Kosten, die mit den Umzügen des Bürgermeisterbüros, des Sozialamtes und des Standesamtes (Trauzimmer), sowie etwaigen anderen betroffenen Bereichen in Verbindung stehen. Außerdem soll die Notwendigkeit der Umzüge erläutert werden. Zur Begründung schreibt Fraktionschef Stefan Okon: "Das Standesamt wurde erst vor zwei Jahren sehr aufwendig renoviert und ausgestattet. Auch das Bürgermeisterbüro ist in tadellosem Zustand. Es wurde vor nicht allzu langer Zeit der Bodenbelag erneuert." Nach Meinung der WAHL ist der Umzug des Bürgermeisters in das Trauzimmer, der die anderen Umzüge nach sich zieht, überflüssig. "Ferner wurden die Fraktionen darüber nicht informiert."

Reinhold Schmidt, Organisationschef im Rathaus, begründete die Pläne fürs Stühlerücken gegenüber der RP so: "Wir wollen eine engere Verzahnung von Bürgerbüro und Standesamt erreichen, außerdem wollen wir ein ebenerdig gelegenes Trauzimmer schaffen, das barrierefrei zu erreichen ist." Dies setze in der Tat "einen Verschiebebahnhof" in Gang. Dass Bürgermeister Dr. Jan Heinisch selbst umzieht, sei ebenfalls eine Frage der Organisation: "Wir haben im Rathaus zu wenige größere Besprechungsräume – worüber es übrigens auch schon Klagen aus den Fraktionen gegeben hat." Schmidt erinnerte daran, dass das Raumkonzept des Rathauses aus den 80er Jahren stamme. Das große Bürgermeister-Dienstzimmer soll zu einem solchen Besprechungsraum umfunktioniert werden. Heinisch und seine Mitarbeiter, außerdem die Wirtschaftsförderung, nehmen es im Standesamt dann eine Nummer kleiner. Die Kosten für das Unternehmen Bürotausch sind bisher nicht ermittelt. Es dürften aber, laut Schmidt, hauptsächlich Kosten für ohnehin nötige Renovierungsarbeiten anfallen.

(RP)