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Vortrag: Kritik und Amüsantes im Internet

Ratinger Karneval : Hoppeditz am 11.11. auf virtueller Reise

Die RP bringt Kostproben aus dem Internet-Auftritt. Es gab Kritik und Amüsantes in gereimter Form. In diesem Jahr war alles anders. Ein öffentlicher Auftritt auf dem Marktplatz fiel aus.

(kle) Das war Karneval total digital: Corona machte es erforderlich, dass der Hoppeditz (Katrin Hofmann) auf virtuelle Reise ging und am 11.11. doch glatt im Internet erwachte.  Die RP hat Kostproben der Rede herausgegriffen. Es gibt kurze Auszüge.  

Marktplatz „In diesem Jahr doch alles anders ist. Ein Virus sich durch Deutschland frisst. Kurz nach der 5. Jahreszeit war es dann auch bei uns soweit, kaum in den jecken Schlaf gesunken die ganze Welt war Corona-trunken.

 Firmen und Händler kämpfen schwer, Überlebenskämpfe herrschen sehr. So mancher diesen nicht übersteht und wegen Pandemie zugrunde geht. Nun sind wir da, was prophezeit: Die zweite Welle schwappt zurzeit.

 Von Kanzlerin, Ministern und unserm Herrn Spahn, ob Maßnahmen, Lockerungen, wurde alles getan. Wer profitiert und wer wird drunter leiden, zu früh – zu spät – wer will das entscheiden?

 Manch einer sich daran lautstark stört, dabei habe ich mal läuten gehört: Wo Menschen arbeiten, auch Fehler passieren, doch sie versuchen, in unserem Sinn zu agieren, für unser aller Gesundheit, von klein bis groß. Das ist für Entscheider ein hartes Los. Beraten, abwägen, für Entscheidungen schwitzen, Ich möchte nicht auf diesen Stühlen sitzen.“

 Rathaus  „Die liebe Politik, fürwahr, die hatte doch ein spannendes Jahr. Mit Wahlvorbereitung andrer Art man hat auf Plakate drauf gestarrt. Die pflasterten hier Baum um Baum, dass man sah die Pflanzen kaum. Denn schwer ging’s an die Wähler ran zu Zeiten von Corona-Wahn.

 Doch im September war’s soweit. Die Wahlurne stand schon bereit. Mit einem Mal war’s nicht getan, man musste noch zur Stichwahl ran. Und mit der Stichwahl wurd dann klar, dass das für Pesch ein Dämpfer war. Doch er hat‘s geschafft und ist gewählt, und auch der Rat hat sich neu aufgestellt.

 Alle Bezirke hat die CDU gewonnen und die meisten Plätze eingenommen. Reiner Vogt, der hat Bürgermeister werden wollen, dem muss man doch einen Achtungserfolg zollen. Sein Wunsch ist nicht in Erfüllung gegangen. Damit muss er wohl später noch mal anfangen. So manches neue Gesicht ist im Rat nun dabei. Also, ran an die Arbeit für Bürger und Partei.“

 Wallhöfe „Die Bauarbeiten hier zügig vorangehen. Das ist aber leider mit viel Lärm und Staub verbunden und so fühlen sich die Anwohner geschunden. Die Stadt hat diese Klagen aufgenommen und ist nach gründlicher Prüfung zu dem Schluss gekommen, dass sie nicht zuständig ist und empfiehlt den Anwohnern zum Nutzen, einfach öfter zu lüften und anschließend den Staub weg zu putzen. Im Rahmen des Gesetzes tat da ein Beamter seine sorgsame Pflicht. Nur bürgerfreundlich war das so leider nicht.“

Felderhof „Für den Felderhof gibt’s nen beschlossenen Bebauungsplan. Dort wohl in Zukunft kein Reh mehr hüpfen kann. Jahrzehnte hat die gesamte Planung gedauert, doch, noch ist kein Stein auf den andern gemauert. Platz soll für viele Familien dort sein, sei es in Wohnungen oder im Eigenheim. Und 30% will man ,sozialverträglich’ gestalten. Ich bin gespannt, ob das Wort wird gehalten.“

Stadthalle „So trist sieht sie aus, nicht farblich geschmückt, der blanke Beton, der hier nur entzückt. Mal sehen, wie es auch mit diesem Projekt weiter geht und hier bald ne neue Halle steht? Im letzten Jahr haben wir sie schon fast abgerissen, bei den jecken Sitzungen, die hier wurden geschmissen.“