Stadtbild : CDU: Blaue Tonnen häufiger abfahren

Die Fraktion stört sich an überfüllten Containern. Bürger bestellen mehr im Internet.

Eine Folge der Corona-Krise: Bürger bestellen mehr per Internet, sodass zu Hause auch mehr Karton-Verpackungsmüll entsteht. Die Folge: Die Kapazitäten der heimischen blauen Tonne reichen nicht mehr aus, aber Platz für eine zweite Tonne oder eine größere ist auch nicht immer vorhanden.

Also werden die Papiercontainer genutzt, die allerdings auch schnell wieder voll werden. Pappkartons werden auch von Gewerbetreibenden einfach daneben gestellt. „Das ist für die Bürger nicht gerade angenehm und fördert die Vermüllung“, erklärt CDIU-Fraktionschef Ewald Vielhaus. Immer wieder sind überfüllte Container im Straßenbild zu sehen. „Neben einigen Sofortmaßnahmen schlägt die CDU-Fraktion in einem Antrag auch mittelfristige Lösungen vor“, meint Stefan Heins, stellvertretender CDU-Fraktionsvorsitzender.

So soll für die blauen Altpapiertonnen ein zusätzlicher 14-tägiger Abfuhr-Rhythmus eingeführt werden. Dabei bleibt die Stückzahl der Tonnen flexibel – auch für Gewerbetreibende. In vielen Häusern und bei Kleingewerbetreibenden gibt es oft nicht genug Platz für mehrere blaue Tonnen.

  • Foto: dpa
    Abfallbilanz : Was mit Duisburgs Müll passiert
  • Branchen wie die Gastronomie kämpfen trotz
    Corona-Krise : 5,9 Mio. Euro Soforthilfe für örtliche Unternehmen
  • In der Diskussion um die Schulzukunft
    Schermbeck : Weitere Parteien für „Nein“ bei Ratsbürgerentscheidung

Durch die Serviceverbesserung kann verhindert werden, dass zusätzliche Papier- und Kartonageabfälle an die Container gebracht werden. „Den Mehrkosten für die zusätzliche Abfuhr durch Fuhrparkerweiterung und Personal stehen zumindest teilweise Erlöse aus dem Altpapierverkauf entgegen“, betont CDU-Fraktionsvize Gerold Fahr. Auf jeden Fall werde dadurch der Bürgerservice verbessert, und der Kapazitätsengpass werde entschärft.

Die CDU-Fraktion schlägt außerdem vor, Depotcontainer gerade an zentralen und Nahversorgungsbereichen auf Unterflursysteme umzustellen – ein System, das in vielen Städten positiv ankomme und gezeigt habe, dass das Abstellen von wildem Müll weitgehend unterbleibt. „Außerdem sind diese Container für Kinder und Rollstuhlfahrer einfacher zu bedienen“, so Heins.

Vorteile sind aus Sicht der CDU: Die Unterflursysteme sind viel hygienischer, da weniger Gerüche entstehen oder Ungeziefer angelockt wird. Was Anlieger freut: Das Einwerfen von Altglas verursacht kaum noch Lärm.

„Wir müssen dringend Maßnahmen gegen die Vermüllung und für ein ordentliches Stadtbild einleiten“, erklärt Vielhaus. „Mit den verschiedenen Maßnahmen geht die CDU-Fraktion das Thema jedenfalls sehr konkret und nachhaltig an.“

Nach Angaben der Stadt gibt es Standorte, an denen  häufiger als bei anderen sowohl Pappe und Glas als auch Müll abgelegt werden. Die mit der Leerung beauftragten Dienstleister seien verpflichtet, Pappe beziehungsweise Glas mitzunehmen, auch wenn es neben dem Container liegt. Rest- oder Sperrmüll wird von den Kommunalen Diensten entsorgt.

Die Verwaltung gehe der unsachgemäßen Entsorgung von Abfall immer nach. Falls Verursacher ausfindig gemacht werden, wird ein Verwarn- oder Bußgeld verhängt. Die Stadt nimmt auch Hinweise aus der Bevölkerung entgegen.

Für weitere Fragen rund um die Abfallentsorgung stehen die Kommunalen Dienste unter der Rufnummer 02102/550-7070 zur Verfügung.