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Vorreiterrolle für Heiligenhaus

Entsorgung in Heiligenhaus : „Rasantes Wachstum“ beim Betrieb der Grünannahme

Die Grünannahme der Stadt erfüllt weit mehr Aufgaben als der Name vermuten lässt. Digital unterstützt und weiter technisch aufgerüstet – so könnte die Zukunft aussehen.

(köh) Für Nils Gilges, den Digitalbeauftragten im Rathaus, ist es ein messbares Phänomen: Seit die Karte für Sperrmüll und Grünabfuhr digital zu haben ist, hat sich ein guter Teil dieser Vorbereitung ins Internet verlagert. Beinahe binnen Wochenfrist. Dieser Erfolg ist in der Politik angekommen. Es gibt Vorstellungen über zusätzliches Angebot aus der CDU und Vorschläge zu den Öffnungszeiten an der Friedhofsallee von der SPD. Gemeinsames Ziel: Die Entsorgung möglichst „smart“ machen.

Für die CDU stellt sich das so dar: Aufgrund des rasanten Wachstums des Onlinegeschäftes und die damit verbunden Anlieferung verpackter Sachgüter ist das Aufkommen von Papier und Kartonagen deutlich gestiegen. „Am Wochenende ist vielfach zu beobachten, dass die Heiligenhauser mit ihren Kartonagen vor vollen Papiercontainer stehen. Bereits kurz nach den Leerungen sind die Container innerhalb weniger Stunden befüllt“, stellt CDU-Sprecher Stefan Propach fest. „Ebenfalls ist zu beobachten, dass sehr große Kartonagen einfach neben die Papiercontainer gestellt werden. Dies ist unansehnlich und fördert unter Umständen auch die Brandgefahr durch Vandalismus“, ergänzt der Vorsitzende des Ausschusses für Bürgerservice und Sicherheit, Panagiotis Chatzinikolaou.

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In den vergangenen Monaten wurde die Grünannahmestelle deutlich optimiert. Zwischenzeitlich ist die Entsorgung von Papier, Altglas und Sperrmüll von der Stadtverwaltung ermöglicht worden. Der Internetauftritt wurde verbessert und es besteht die Möglichkeit der Onlinebuchung von Gebührenkarten. „Wir danken der Verwaltung für Ihre Bestrebungen. Vor allem das Onlineangebot verbessert den Bürgerservice nachhaltig“, so das Ratsmitglied Chatzinikolaou.

Die CDU-Fraktion bittet die Verwaltung nun in einem Antrag, den bereits vorhanden Papiermüllcontainer an der Grünannahmestelle zu vergrößern und mit einer Pressfunktion für die Entsorgung größerer Kartonagen auszustatten. „Die Erweiterung des Angebots würde den Bürgerinnen und Bürgern nach einer größeren Lieferung eine deutliche Erleichterung bei der Entsorgung des Verpackungsmaterials ermöglichen“, betont Propach die Vorteile.

„Wir bitten die Verwaltung in enger Absprache mit dem Entsorgungsdienstleister zu prüfen, ob die bestehenden Glas- und Papiercontainer mit einem entsprechenden Sensor oder digitalen Füllstandmesser ausgestattet werden können. Sobald diese voll sind, melden die Container dies dem Entsorger und könnten unmittelbar angefahren werden. So sollen sich nicht länger rund um die vollen Container Glas, Papier und Kartons stapeln“, erklärt der Ausschussvorsitzende.