Heiligenhaus: Vierter Stolperstein wird verlegt

Heiligenhaus: Vierter Stolperstein wird verlegt

„Stolperstein“ ist ein Terminus, der auch im benachbarten Ausland schon Assoziationen an das Schicksal der Juden und die im Dritten Reich Ermordeten weckt. Mer als 15000 Stolpersteine verlegte der Kölner Initiator und Künstler Gunter Demnig allein in Deutschland. Es sind zehn mal zehn Zentimeter große Messingplatten mit Geburts- und Todesdaten von Menschen, die Opfer des Rassenwahns wurden und eines gewaltsamen Todes in den Konzentrationslagern starben. Diese kleinen Gedenksteine werden vor den ehemaligen Wohnungen dieser grausam ermordeten Menschen einzementiert. „Damit sie nicht in Vergessenheit geraten und damit sie an das ,Nie wieder’ erinnern“, sagt Demnig.

„Stolperstein“ ist ein Terminus, der auch im benachbarten Ausland schon Assoziationen an das Schicksal der Juden und die im Dritten Reich Ermordeten weckt. Mer als 15 000 Stolpersteine verlegte der Kölner Initiator und Künstler Gunter Demnig allein in Deutschland. Es sind zehn mal zehn Zentimeter große Messingplatten mit Geburts- und Todesdaten von Menschen, die Opfer des Rassenwahns wurden und eines gewaltsamen Todes in den Konzentrationslagern starben. Diese kleinen Gedenksteine werden vor den ehemaligen Wohnungen dieser grausam ermordeten Menschen einzementiert. „Damit sie nicht in Vergessenheit geraten und damit sie an das ,Nie wieder’ erinnern“, sagt Demnig.

Drei dieser Steine gibt es bereits in Heiligenhaus. Am Südring vor dem Haus 183, zur Erinnerung an den in Schloss Hartheim bei Linz vergasten Arthur Jacobs. Zwei weitere Gedenksteine liegen vor dem Haus Hauptstraße 252, wo vor der Pogromnacht das Ehepaar Aron wohnte, das nach der Vernichtung seiner Existenz am 23. November 1938 tot aus der Ruhr gefischt wurde. Alle drei Steine wurden am 28. Februar dieses Jahres installiert. Die vierte Platte in Gedenken an Adele Jacobs hatte der Künstler leider vergessen: Ein Stolperstein zur Erinnerung an eine unverheiratete Frau, die aus der ältesten in Heiligenhaus lebenden Familie mosaischen Glaubens, der Sippe Jacobs, stammte, und Opfer der Euthanasie in Grafenberg wurde. Sie lebte bis zu ihrer gewaltsamen Einweisung in die Psychiatrie im Hause Hauptstraße 165, heute Rathauscenter. Vor diesem wird nun am kommenden Dienstag, 24 Juni, um 14 Uhr ihre Gedenkplatte installiert. Die seit ihrem fünften Lebensjahr in den Niederlanden lebende Nichte von Adele Jacobs, Luise Jacobs, wird anwesend sein.

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Interessierte Bürger sind eingeladen, an diesen Gedenkminuten an ein Einzelschicksal im Besonderen und die Vernichtung aller Verfolgten im Dritten Reich im Allgemeinen teilzunehmen.

(RP)
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