Ratingen : Viele Kirchen

sind immer offen

Seit vielen Jahren richtet die Deutsche Stiftung Denkmalschutz im September den Tag des offenen Denkmals aus. „Orte der Einkehr und des Gebets“ – so lautet das Schwerpunktthema 2007.

Historische Sakralbauten werden in diesem Jahr vorgestellt. In Ratingen beteiligten sich drei evangelische Kirchen (Stadtkirche, Christuskirche in Homberg und Adolf-Clarenbach-Kirche in Hösel) und drei katholische Kirchen (St.

Peter und Paul, St. Jacobus in Homberg und St. Anna in Lintorf).

Am vergangenen Sonntag gab es Gottesdienste, Führungen für Kinder und Erwachsene, Turmbesteigung, Konzerte, Glockenbesichtigung und Orgelpräsentation.

Viele Kirchen in Ratingen sind an allen Tagen des Jahres offen. Man kann nicht nur zum Gottesdienst in die Kirche gehen, sondern auch an jedem Wochentag zum persönlichen Gebet. Man kann eine Kerze anzünden. Man kann sich einfach hinsetzen, um innerlich zur Ruhe zu kommen. Es gibt einen Ort der Stille, wo man seine persönlichen Anliegen Gott vortragen kann.

Ich wohne nur wenige Schritte von der Heilig-Geist-Kirche in West am Maximilian-Kolbe-Platz entfernt und beobachte, dass immer wieder Menschen in die offene Kirche eintreten. Eltern, die ihre Kinder vom Kindergarten abholen. Senioren, die im Stadtteil wohnen. Jugendliche, die sich im Pfarrheim treffen. Väter und Mütter, die mit dem Kinderwagen unterwegs sind.

Ich halte es für eine gute Sache, dass die Kirche tagsüber offen ist. 30 Männer und Frauen haben sich bereiterklärt, dafür zu sorgen, dass kein Unfug geschieht. Wenn noch mehr mitmachen, könnten wir sogar die Kirche noch länger offen halten. Der Gottesdienst in der Kirche ist sehr wichtig. Ich bin froh und dankbar, dass in unserer Gemeinde sonntags 1000 Menschen dabei sind. Aber auch außerhalb der Gottesdienste ist die Kirche offen. An 365 Tagen im Jahr.

Pfarrer Ludwin Seiwert, Katholische Kirchengemeinde Heilig Geist. Die Serie unter www.rp-online.de/ratingen.

(RP)